Ein neuer Nachweis: Siebenbürger Schuppenkopf

Die Schuppenköpfe gehören zu den Kardengewächsen, die heute in die Familie der Geißblattgewächse gestellt werden. Es gibt etwa 65 Arten, die hauptsächlich im Mittelmeerraum verbreitet sind. Sie werden oft recht hoch und bilden körbchenförmige Blütenstände aus, die denen der Korbblütler ähneln.


Der Siebenbürger Schuppenkopf ist eine ziemlich seltene Pflanze, die auch auf Naxos nur sehr selten vorkommt.


Sie wird gut einen Meter hoch mit langen leicht verzweigten Stielen, die die endständigen Blütenköpfchen tragen.


Die Blätter sitzen vor allem im unteren Bereich des Stängels und sind gefiedert. Bei den weiter oben am Stängel sitzenden Blättern sind die Fiederblättchen schmaler. Charakteristisch für die Art ist, dass sich die unteren Fiedern sichelförmig zum Stängel hin biegen.


Die Blüten sind rosa mit 5 unten zu einer Röhre verwachsenen Kronblättern. Die randständigen Blüten sind stark vergrößert. Zwischen den Blüten sitzen sehr schmale Spreublätter (hier kaum zu erkennen).


Die Hüllblätter des Blütenköpchens sind breit dreieckig mit langer schmaler Spitze.

Diese Art war bislang nicht nur auf Naxos, sondern auf den gesamten Kykladen und allgemein in der südlichen Ägäis nicht nachgewiesen. Dieses Jahr (2022) fand ich einige Exemplare am Ortsausgang von Potamia.

zur Foto-Übersicht

zum Herbarium

Dieser Beitrag wurde unter Azalas veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.