Wälder

Naxos macht auf Mitteleuropäer zunächst einen recht kargen Eindruck. Dennoch gibt es an vielen Stellen der Insel kleinere und größere Waldbestände. In den niedrigeren Lagen sind die für das Mittelmeergebiet typischen Hartlaubwälder anzutreffen, die vor der Ankunft des Menschen sicher eine wesentlich größere Ausdehnung hatten. In den Bergen des nördlichen Naxos gibt es zudem Waldgebiete mit zahlreichen laubabwerfenden Baumarten, die zeigen, dass diese Bereiche nicht mehr zur eigentlichen mediterranen Hartlaubzone, sondern zur Zone der submediterranen laubabwerfenden Flaumeichenwälder gehören. Außer diesen beiden Waldtypen kommen im Nordwesten von Naxos entlang der ganzjährig wasserführenden Flüsse interessante Auwälder mit Platanen und Erlen vor.


Das Hochtal von Komiakí ist eine der am stärksten bewaldeten Regionen von Naxos.


In den niedrigen Lagen auf Marmor gedeihen Hartlaubwälder, die vor allem aus Kermeseiche und Steinlinde bestehen.


Im Westhang des Zeus-Berges existiert ein bemerkenswerter Steineichenwald, der letzte Rest einer ehemals sicher weit auf der Insel verbreiteten Vegetation.


In den Bergen wachsen an vielen Stellen kleine Wälder aus Kermeseiche und Immergrünem Ahorn.


Bei Komiakí im Norden der Insel gibt es einen größeren halbnatürlichen Flaumeichen-Wald, in dem auch zahlreiche weitere laubabwerfende Baumarten vorkommen.


Etwas unterhalb dieses Flaumeichenwaldes wachsen dichte Bestände aus Immergrünem Ahorn und Kermeseiche mit den laubabwerfenden, teilweise für die submediterrane Klimastufe typischen Arten Manna-Esche, Weißdorn, Terebinthe und Wilde Birne.


Entlang der ganzjährig wasserführenden Flüsse im Nordwesten von Naxos gedeihen dichte Auwälder aus Platanen und Erlen.


Die Grauerle mit ihrem sehr hohen Wasserbedarf kommt in der Ägäis nur sehr selten vor.


Die unterschiedlichen Färbungen des Laubes lassen die Artenvielfalt dieses Waldstückes an einem feuchten Hang bei Skepóni erahnen. Hier kommen unter anderem Platanen, Erlen, Eschen, Immergrüner Ahorn, Weißdorn und Terebinthe vor; am trockeneren Hang rundherum wächst eine bemerkenswerte Erdbeerbaum-Baumheide-Macchie.

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