Quallenplage auf Naxos

Dieses Jahr hat uns – zum ersten Mal – die Quallenplage erwischt! Sogar in Azalas sind die Quallen angekommen, am dritten von einigen seeehr schönen, windstillen Tagen, die wir für herrlichen Badespaß ausnutzen.


– Badespaß! –

Am nächsten Tag mussten wir erst mal die Quallen bekämpfen, die plötzlich in unserer Bucht auftauchten. Das hielt jedoch nur für einen Tag an, dann kam wieder etwas Wind auf, und die Quallen waren wieder weg – das Problem hat sich also schnell gelöst. Trotzdem hier ein paar Fotos: Quallen sind zwar beim Baden lästig, aber auch sehr interessant und schön!

Spiegeleiqualle, Cotylorhiza tuberculata

Die Spiegeleiqualle, deren Schirm einen Durchmesser von 40 cm erreichen kann, ist für den Menschen ungefährlich: Ihre Nesselfäden können unsere Haut nicht durchdringen. Sie ist bei uns im offenen Wasser gelegentlich anzutreffen; in Küstennähe tritt sie nur sehr selten auf.


Die Spiegeleiqualle ist aufgrund ihrer gelben Färbung leicht im Meer zu entdecken. Sie kann durch Kontraktion des Schirms aktiv schwimmen. Oft wird sie – wie wir auch beobachten konnten – von kleinen Fischchen begleitet, die unter ihrem Schirm Schutz suchen.


In der Mittel des gelblichen Schirms trägt sie eine halbkugelige, dotterfarbene Aufwölbung, von der sich der Name ableitet.


Vom Schirm hängen 8 größere und zahlreiche kleinere, verzweigte Arme herab, die in kräftig lila gefärbten „Saugnäpfen“ enden.


Hier sieht man die Tentakel im Detail.

Leuchtqualle, Pelagia noctiluca

Die Leuchtqualle gehört zu den Feuerquallen und besitzt auch für Menschen unangenehme, jedoch nicht lebensgefährliche Nesselzellen. Ihren Namen hat sie davon, dass sie nachts ein schwaches Leuchten abgeben kann. Bei uns kommt sie eigentlich nicht vor; jedoch hatten wir dieses Jahr (2021) das erste Mal eine Quallenplage auf Naxos, bei der an einem Tag einige Exemplare auch in unserere Bucht getrieben wurden; glücklicherweise war es schnell wieder vorbei. Diese Qualle schwimmt vor allem knapp über dem Meeresboden, wodurch sie noch schwerer zu entdecken ist.


Die Leuchtqualle ist recht klein und leicht zu übersehen. Sie ist schwach rötlich gefärbt und besitzt einen stark gewölbten Schirm von höchstens 10 cm Durchmesser und 4 kräftige Mundtentakeln.


Die Nesselzellen sitzen an bis zu 1 m langen, sehr dünnen und schwer zu sehenden Nesselfäden, die vom Rand des Schirmes herabhängen.


Am Tag der Quallenplage haben wir die Leuchtquallen in unserer Bucht mit Keschern eingesammelt. Hier sieht man sie im Eimer. Die Schirme zeigen ein hübsch geschwungenes rötliches Band.

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