Die schönste Pflanze

Welche Pflanze die schönste ist – da wird man endlos drüber diskutieren können. Ich mag eigentlich fast alle Pflanzen sehr gern, aber natürlich hat man immer ein paar Lieblinge. Zu den Pflanzen, über die ich mich immer besonders freue, gehören natürlich so offensichtlich schöne Arten wie die Krokusse, das Schneeglöckchen und die Orchideen, aber auch eher unauffällige Arten wie die Glockenblumen und die Schneckenklee-Arten.

Wenn ich mich für eine Art entscheiden müsste, dann würde ich aber vermutlich einen kleinen Kreuzblütler wählen, der nicht einmal einen deutschen Namen hat: Malcolmia flexuosa naxense – die auf vielen ägäischen Inseln vorkommende Unterart ist nach Naxos benannt.


Malcolmia flexuosa naxense ist ein eher kleiner, leicht succulenter Kreublütler, der nur in direkter Nähe zum Meer vorkommt.


Diese hübsche Art wächst bei uns direkt vorm Grundstück und an der Kapelle Agios Dimitris. Sie blüht im März und April und bildet dichte Teppiche.


Die Blüten sind von einer zartrosa Farbe und verbreiten einen lieblichen Duft, insbesondere abends.

Natürlich nur eine Art unter sehr vielen, aber eine, die mir besonders das Herz erwärmt. Und – da ich alle Menschen bedauere, die sie nicht persönlich bewundern können – hier wenigstens diese paar Fotos…!

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Die Langhornbiene

Zur Zeit kann man bei uns häufig eine interessante Bienenart beobachten: die Langhornbiene. Es gibt zahlreiche Arten, die zu dieser Gruppe gehören. Hier handelt es sich vermutlich um Eucera longicornis. Die Langhornbiene ähnelt auf den ersten Blick einer normalen Honigbiene; das Männchen ist aber leicht an den sehr langen Antennen zu unterscheiden. Die Färbung des Körpers ist dunkel mit einer hellgrauen bis braunen Behaarung. Die solitär lebenden Langhornbienen stellen Brutnester in der Erde her, in denen sie zu einer Paste vermischten Pollen und Honig als Nahrung für die Larve deponieren. Sie besuchen vor allem die Blüten von Schmetterlingsblütlern wie Wicken und Platterbsen. Die Langhornbienen sind in Europa und Asien weit verbreitet.


Die Männchen der Langhornbienen besitzen auffällige, etwa körperlange Antennen. Sie erscheinen im Frühjahr oft etwas eher als die Weibchen. 


Diese Art sammelt besonders gern den Pollen und Nektar von Schmetterlingsblütlern. Sie schiebt ihren Kopf weit in die Blüte hinein, wobei sich die Fühler zusammenlegen.


Hier sieht man von der Seite den langen, dicken Saugrüssel. Auch die tiefschwarzen Augen der Biene sind gut zu erkennen.

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Regen, Regen, Regen

Nach einem extrem trockenen Winter im letzten Jahr haben wir dieses Jahr das genaue Gegenteil: Es hat seit Anfang Dezember inzwischen bei uns über 1000 mm geregnet! Das ist etwa das Dreifache eines normalen und das Vierfache eines trockenen Jahres. Auch über deutsche Mittelwerte sind wir schon deutlich hinaus. Hier also ein paar Regenbilder:


Bei starkem Regen, von unserem Haus aus geschaut.


Wenn es sehr stark regnet, fließt unser Fluss und es wird massenweise Erde ins Meer geschwemmt.


Hier „unser“ Fluss in Agios Dimitris, da wo er über unsere Straße fließt.


Und was ist das? Hat auch mit dem starken Regen zu tun…


Es handelt sich um die Süßwasserquellen im Meer vor unserem Grundstück, die zur Zeit ganz besonders stark sprudeln.

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Unsere besten Wünsche für das Neue Jahr!

Etwas verspätet, aber deswegen nicht weniger herzlich:

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Naxos im Schnee

Alle Jahre wieder – jedenfalls fast: Letztes Jahr hat es auf Naxos gar nicht geschneit. Nun haben wir für dieses Jahr den ersten Schnee bekommen, und das ist immer eine besondere Freude!


der Koronos-Berg mit Schnee


Hier liegt der Schnee gut 10 cm tief, ist aber stellenweise zu richtigen Schneewehen aufgehäuft.


der Wein zur Abwechslung mal mit Schneedecke


Blick von Norden auf den Zeus-Berg, über das Tal südlich von Apiranthos hinweg

siehe auch:

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Toter Streifendelfin

Heute haben wir an einem Strand zwischen Moutsoúna und Liónas, am Limnári, einen toten jungen Streifendelfin gefunden. Er ist anscheinend durch den Sturm vor wenigen Tagen an Land gespült worden. Die Schnauze und der Schwanz waren beschädigt bzw angefressen; ob das mit der Todesursache zusammenhängt, oder später geschehen ist, konnten wir nicht erkennen.

Streifendelfine (Stenella coeruleoalba) sind fast weltweit verbreitet und recht häufig. Sie treten oft in großen Gruppen auf und sind muntere Tiere, die gern aus dem Wasser springen. Sie tragen eine auffällige Zeichnung mit einer dunklen Ober- und hellen Unterseite und mehreren Streifen auf den Körperseiten. Sie werden bis zu 2,2 m lang mit einem schlanken Körper und einer kurzen, schmalen Schnauze, die je etwa 40 kegelförmige Zähne im Ober- und Unterkiefer trägt. Streifendelfine sind eine Art des offenen Meeres, die ihre Nahrung in größeren Tiefen sucht (übliche Tauchtiefe um die 200 m). Sie ernähren sich vor allem von Fischen wie Sardinen und Hering, aber auch von Kalamaris. Streifendelfine erreichen die Geschlechtsreife mit etwa 10 Jahren und werden bis zu 50 Jahre alt. Die Jungtiere bleiben etwa 3 Jahre bei der Mutter. Bei der Geburt sind sie schon etwa einen Meter lang. Unser Exemplar war 1,4 m lang, also noch ein Jungtier.

Der Streifendelfin ist die häufigste Delfinart des Mittelmeeres und gilt weltweit als nicht gefährdet. Im Mittelmeer leben etwa 100.000 Exemplare. Ihre größte Bedrohung ist die Fischerei, vor allem durch Schleppnetze, und die Belastung durch giftige Substanzen wie DDT, Schwermetalle und polychlorierte Biphenyle (PCB), die u.a. zu einer Schwächung des Immunsystems führt. Zu Beginn der Neuziger Jahre litten die Bestände des Mittelmeeres zudem unter einer sich schnell ausbreitenden Virus-Erkrankung (Morbilivirus), der viele Tiere zum Opfer fielen, und die seitdem noch zweimal mit einer geringeren Ausdehnung aufgeflackert ist. Abgesehen von diesem traurigen Todfund sehen wir Delfine meist einige Male pro Jahr von unserem Haus aus. Dabei handelt es sich vermutlich meistens um Streifendelfine, obwohl eine Bestimmung aus der Ferne kaum möglich ist. In den letzten Jahren sind die Delfine, die wir gesehen haben, auffällig oft hoch aus dem Wasser gesprungen – früher war mir das nicht so aufgefallen. Das würde für Streifendelfine sprechen.


Heute waren wir mit dem Boot am Limnári, einer Bucht südlich von Liónas, um dort fonorádika, die Dornige Wegwarte, zu sammeln.


Am Strand stießen wir auf einen toten junger Streifendelfin, eine in der Ägäis häufige Delfinart.

Hier gibt es mehr Bilder von unseren Delfinbeobachtungen.

Für die Bestimmung danke ich den Mitarbeitern des griechischen Forschungszentrums für die Rettung und Pflege von Meeressäugern Arion, die sich über die Meldung von Sichtungen von Delfinen und Walen freuen.

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Gute Nachrichten von den Gänsegeiern

Manchmal gibt es doch noch gute Nachrichten. So das Ergebnis der Zählung der Gänsegeier auf Naxos, die am 1. 12. von Mitgliedern der Griechischen Ornithologischen Gesellschaft und anderen Ornithologen durchgeführt wurde. Das Vorkommen der Gänsegeier auf Naxos, einer doch relativ kleinen Insel, ist sehr bemerkenswert. Es ist erstaunlich, dass sich eine ausreichend große Population halten kann, obwohl das Nahrungsangebot (tote Ziegen, Schafe, Esel usw) doch ziemlich begrenzt sein muss. Noch merkwürdiger ist die Tatsache, dass die Geier in den letzten Jahren nicht mehr auf Naxos selbst brüten, sondern auf der kleinen Nachbarinsel Herakleia, auf der es eine große, ungestörte Steilwand gibt, und von der die Geier jeden Tag nach Naxos herübergeflogen kommen.


Gänsegeier auf dem Fanári

Der beste Ort, um die Gänsegeier auf Naxos zu beobachten und auch zu zählen, ist der Pass bei Ágios Trífonas am südlichen Ende des Zeus-Berges südlich von Filóti. Hier kommen die Geier morgens vorbei und fliegen abends wieder zurück, wobei sie sich oft auch niederlassen; in der Nähe werden die Fleischereiabfälle aus Filóti für die Geier ausgelegt. Die Zählung der Gänsegeier fand abends gleichzeitig bei Ágios Trífonas auf Naxos und auf Herakleia statt, um alle Vögel erfassen zu können. Das Ergebnis war überraschend – die höchste Zahl in den letzten 20 Jahren: 37 Vögel auf Naxos und 10 auf Herakleia. Der Bestand der Gänsegeier scheint somit trotz der Kleinheit der Population und der geringen Vermehrungsrate stabil zu sein.


Der Gipfel des Zeus ist einer der besten Plätze um die Gänsegeier von Naxos zu beobachten. Hier der Blick Richtung Süden, zum Pass von Ágios Trífonas und in Richtung der Nachbarinsel Herakleia.


Bei Ágios Trífonas kann man die Geier oft auch sitzen sehen. Foto von Winfried Scharlau

Der Schutz der Geier in Gegenden wie Naxos ist nicht ganz einfach, da er nur in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung, insbesondere den Hirten, funktionieren kann. Die Geier sind zwar für die Hirten nützlich, da sie tote Tiere beseitigen, aber das muss den Hirten auch erst mal klar gemacht werden. Außerdem sind Geier durch vergiftetes Fleisch gefährdet, das von den Hirten gegen die Raben ausgelegt wird. Glücklicherweise scheint diese Methode nicht mehr viel angewandt zu werden. Immer mehr auch der Anwohner interessieren sich für die Tierwelt der Insel und sind bereit, ihren Beitrag zu ihrem Schutz zu leisten. Ende September wurde ein junger Geier bei Santorin von einem Ausflugsboot aus dem Meer gefischt, im Zentrum für die Pflege von Wildtieren „Alkyoni“ auf Paros wieder aufgepäppelt und dann erfolgreich auf Naxos wieder freigelassen.


Gänsegeier, Foto von Winfried Scharlau

Ein kurzer Bericht über die Zählung und die Auswilderung (auf griechisch) ist auf der Facebook-Seite Birds of Naxos zu finden.

siehe auch:

zum Weiterlesen:

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Erdbeben südwestlich von Amorgos

Heute Nacht hat ein recht starkes Erdbeben die Kykladen erschüttert. Das Epizentrum lag in 10 km Tiefe bei der kleinen Insel Anhydros zwischen Santorin und Amorgos. Wir haben – wie immer – nichts davon gemerkt: Moutsouna ist gut verwurzelt. Das Beben hat trotz der recht großen Stärke von 4,9 Richter wohl keine Schäden verursacht.

Das Beben gehört zum aktiven Amorgos-Rift, der an der Südost-Seite von Amorgos verläuft und die steile Kante der Insel verursacht, in der das berühmte Kloster Chozoviotissa liegt:


Foto aus Wikipedia, von Kallinikos Lepitkas

Die übrigen Abbildungen stammen von den Webseiten: ZAMG Erdbebenberichte (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik Österreich) und ResearchGate

mehr über Erdbeben

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Endlich Regen!


…ohne Worte…

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Fliegen

Und hier noch eine Insektengruppe, deren Bedeutung und Schönheit nicht immer gewürdigt wird: die Fliegen. Sie formen gemeinsam mit den Mücken die Ordnung der Zweiflügler (Diptera), die etwa 160.000 Arten umfasst. Im Gegensatz zu den meisten anderen Insekten besitzen die Zweiflügler, wie der Name sagt, nur zwei Flügel; das hintere Flügelpaar ist zu sogenannten Halteren zurückgebildet, kleinen, keulenförmigen Schwingkölbchen, die der Stabilisierung des Fluges dienen.

Die Fliegen besitzen meist große, gut ausgebildete Augen. Ihre Fühler sind ungewöhnlich: Sie sind kurz und keulenförmig mit einer feinen, seitlich abgehenden Borste (Arista). Die Mundwerkzeuge sind leckend-saugend oder stechend-saugend. Die Fliegen tragen am Kopf, am Körper und an den Beinen auffällige, kräftige Borsten, die ebenso wie die Aderung der durchsichtigen Flügel für die Bestimmung und systematische Einordnung wichtig sind. Sie haben viele unterschiedliche Lebensweisen entwickelt und alle Lebensräume der Erde erobert. Es handelt sich um eine sehr erfolgreiche Tiergruppe, die oft in hohen Zahlen auftritt. Es gibt räuberische Arten, Pflanzenfresser sowie parasitisch lebende Arten. Fliegen zeigen eine holometabole Entwicklung mit einem Puppenstadium. Die Larven besitzen keine Beine und keine Kopfkaspel (Maden).


Die allbekannte Stubenfliege besitzt große braunrote Komplexaugen, einen schwarz und grau längsgestreiften Körper und gelbliche Flecken an den Flügelbasen. Hier sieht man die leckend-saugenden Mundwerkzeuge mit ihrem kissenartigen „Tupfer“, mit dem die Fliege Flüssigkeiten und feine Feststoffe aufnimmt.


Bei dieser Fleischfliege kann man gut die keulenartigen Fühler der Fliegen mit ihrer feinen, in der Mitte entspringenden Borste erkennen sowie die Haftlappen an der Füßen, die der Fliege ermöglichen sich an sehr glatten oder überhängenden Stellen festzuhalten.


Die Schmeißfliege Calliphora vicina besitzt einen metallisch-bläulichen Hinterleib; der Thorax ist blaugrau. Die großen Komplexaugen berühren sich auf der Stirn fast.


Diese kleine Schwebfliege, vermutlich die Art Scaeva pyrastri, zeigt eine charakteristische abschreckende Färbung mit gelben wespenähnlichen Streifen.


Die Igelfliege ist nach ihren besonders langen Borsten benannt. Die Larven parasitieren an den Raupen verschiedener Eulenschmetterlinge.


Manche Fliegen fangen andere Insekten nach Art der Libellen. Diese Raubfliege saugt gerade mit ihrem Stechrüssel eine Stubenfliege aus. Man sieht den langen, schmalen Hinterleib.


Die Olivenfliege ist ein bedeutender Schädling im Mittelmeergebiet. Sie trägt eine auffällige Färbung auf dem Körper.


Und hier noch ein winziger Vertreter: Diese nur 2 mm große gelbe Halmfliege mit ihrer hübschen schwarzen Zeichnung lebt an Gräsern und Sträuchern. Es gibt zahlreiche sehr ähnliche Arten in mehreren Gattungen.

mehr…

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