Die Mittelmeer-Mönchsrobbe

Robben gehören zu den Hundeartigen Raubtieren und sind am nächsten mit den Bären verwandt. Sie werden in die Hundsrobben (Robben und See-Elefanten), die Ohrenrobben (Seelöwen und Seebären) und die Walrösser unterteilt. Die Mönchsrobben (Gattung Monachus) umfassen nur drei Arten: die Mittelmeer-Mönchsrobbe, die Hawaii-Mönchsrobbe und die Karibische Mönchsrobbe. Die Karibische Mönchsrobbe gilt als ausgestorben; die beiden anderen sind stark gefährdet.

Die Mittelmeer-Mönchsrobbe (Monachus monachus) ist mit einem Bestand von nur 350 bis 450 Tieren eines der seltensten Säugetiere Europas. Größere Restbestände leben in der Türkei, in Griechenland, in Marokko, Tunesien und um Madeira. Die Mittelmeer-Mönchsrobbe ist eine der größten Robbenarten. Sie wird bis 2,80 m lang und über 300 kg schwer. Mönchsrobben leben einzeln oder in kleinen Kolonien. Für die Aufzucht der Jungen und als Ruheplätze bevorzugen sie an der Küste gelegene Höhlen, deren Eingang unter Wasser liegt.

Die Mönchsrobbe ist seit alters her von den Fischern als Konkurrent verfolgt worden. Außerdem leidet sie heute sehr unter der Meeresverschmutzung, unter Störung und unter allgemeiner Nahrungsknappheit wegen der Überfischung des Mittelmeeres. In der Ägäis konnte der Bestand durch ein großangelegtes Schutzprogramm, durch Aufklärung der Bevölkerung und durch das Einrichten eines Schutzparks in den Nördlichen Sporaden wieder etwas erhöht werden; nach und nach werden sogar wieder Regionen besiedelt, in denen die Art verschwunden war (etwa der Saronische Golf bei Attika).

Auch bei uns kommt die Mittelmeer-Mönchsrobbe vor und man sieht gelegentlich ein Exemplar an der Küste entlang schwimmen. Gut sehen kann man Robben (wie Delfine) eigentlich nur, wenn das Meer ruhig ist, so dass der herausschauende Kopf von weitem zu erkennen ist. Bei den Mákares-Inseln haben wir schon mehrmals Robben gesehen; zuletzt ein sehr großes Exemplar nahe am Boot im Herbst 2013.

Aber auch direkt vor unserem Grundstück kann man mit etwas Glück eine Robbe sehen. Dieses Jahr haben wir schon zwei Mal eine Robbe in unserer Bucht direkt hinter der kleinen Kirche beobachtet. Einmal war die Robbe so nah, dass wir sie atmen hören konnten. Beim zweiten Auftauchen bemerkte uns das Tier offenbar und stieß ein lautes „Pffffffrt“ aus – offenbar ein Warnlaut. Dann tauchte es unter, und wir konnten es nicht mehr entdecken…

Trotz unserer immerhin doch vergleichsweise recht regelmäßigen Beobachtungen von Mönchsrobben, kann ich mit keinem Foto aufwarten -ich habe nur vor unendlichen Zeiten mal eines schießen können, als ich noch keine Digital-Kamera hatte.

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