Kahnfüßer

Die Kahnfüßer, Grabfüßer oder Elefantenzähne (Scaphopoda) sind eine eigene Klasse der Weichtiere mit sehr einfachem Körperbau. Sie leben eingegraben im Sediment des Meeresbodens und sind in allen Bereichen des Meeres bis in 7000 m Tiefe zu finden. Weltweit sind etwa 500 Arten bekannt; fossil sind die Grabfüßer seit der Trias nachgewiesen. Im Mittelmeer kommen etwa 20 Arten vor.

Die Kahnfüßer besitzen eine röhrenförmige, zugespitzte Schale, die wenige Millimeter bis 15 cm lang sein kann und an beiden Seiten offen ist. Am größeren Ende sitzt der weit vorstreckbare Grabfuß mit einer sehr einfach gestalteten Mundgrube mit kleinen Radula-Zähnchen, die dem Zerkleinern der Nahrung dienen. Tentakelähnliche Fangärmchen, die ein klebriges Sekret absondern, dienen dem Aufspüren und der Aufnahme von Nahrung im umgebenden Sediment, vor allem Foraminiferen und andere Mikroorganismen. Das hintere, enge Ende der Schale ragt aus dem Sediment heraus. Hier nimmt das Tier Atemwasser in die Mantelhöhle auf; der Wasserstrom wird durch kleine Härchen erzeugt. Durch ein Zusammenziehen des Mantels wird das Wasser alle paar Minuten wieder ausgeschieden, wobei auch Abfallstoffe abtransportiert werden. Kahnfüßer bewegen sich im Sediment durch Zusammenziehen des Grabfußes fort.

Gemeiner Elefantenzahn, Antalis vulgaris


An den Sandstränden von Naxos kann man häufig diese wegen ihrer gebogenen Form „Elefantenzähne“ genannten Schalen von Kahnfüßern finden.


Vermutlich gehören die dünnen, nur leicht skulpturierten Schalen, die wir bei uns bislang gefunden haben, zur Art Antalis vulgaris. Größe: 26 mm

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