Am Fluss bei Engares

Einer der ganzjährig wasserführenden Flüsse von Naxos fließt südlich des Kóronos-Berges vom Dorf Keramotí durch das große Tal nördlich von Kinídaros bis nach Engarés an der Meeresküste. Man kann dieses Tal auf einem wunderschönen Wanderweg von Kinídaros nach Engarés entlanggehen. Heute wollen wir von Engarés aus ein Stück den Wanderweg hinaufgehen, um uns diesen Abschnitt des Flusses genauer anzuschauen. Das Wetter ist ziemlich wolkig und kühl (angemessen für Ende Dezember), aber das soll uns nicht hindern.


Kurz hinter Engarés kommen wir an dieser kleinen Quelle vorbei.


Am venezianischen Wehrturm von Prantounas biegen wir von der Fahrstraße ab und folgen dem Wanderweg, der sich hier dem Fluss zuwendet.


Das Tier im Wappen über der Tür soll wohl einen Löwen darstellen, obwohl es auch eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Wildschwein aufweist. Wie man sieht, wurde der Turm 1787 erbaut.


Der schmale Wanderweg führt vom Turm aus erst den Hang ein Stück oberhalb des Flusses entlang; es geht durch Gebüsch, hier herbstlich gefärbter Kreta-Ahorn.


In der Nähe eines kleinen Hauses finden wir blühende Papyrus-Narzissen, die sich von der Tarzette daran unterscheidet, dass sie kein orange in der Blüte aufweist. Die Blume könnte hier möglicherweise auch wild wachsen; wegen der Nähe zum Haus denke ich jedoch, dass sie aus dem Garten entwischt ist.


Danach überwinden wir den Fluss (was nicht ganz einfach ist): Der Pfad führt ein Stück lang auf der anderen Seite weiter.


Die schönen Felsen eignen sich bestens als Picknickplatz.


Am Fluss ist es immer wieder schön!


Im Auwald wachsen Platanen, Erlen und Oleander, sowie teilweise auch Weiden.


Zu dieser Jahreszeit blüht erst wenig. Hier ein schönes Alpenveilchen.


Am Fluss stehen eine ganze Reihe alter Wassermühlen, an denen wir nacheinander vorbei kommen.


Der Pfad führt nun wieder etwas vom Fluss weg und oberhalb der Mühlen entlang. Wir kommen an einem sehr großen Lorbeerstrauch vorbei.


ein Johannisbrotbaum


Ein Stück weiter liegt eine Vierstreifennatter quer über dem Weg.


Diese bis über 1,5 Meter lang werdende Schlange ist ungiftig (eine Verwandte der Ringelnatter). Sie ist auf Naxos recht häufig, man sieht sie aber wegen der heimlichen Lebensweise nur sehr selten.


und noch eine Mühle


Hier gehen wir wieder zum Fluss hinunter, obwohl der richtige Pfad weiter oben am Hang verläuft. Am Fluss ist das Durchkommen manchmal etwas schwierig, dafür ist es sehr schön.


Der Fluss ist überall anders und überall schön! Man wird es einfach nicht satt, ihn entlang zu gehen…


Hier der Blick über das Tal. Es ist immer noch ziemlich weit bis Kinídaros.


Ein kleines verfallenes Haus steht oberhalb des Flusses am Hang.


Hier steht auch eine weitere Mühle. Am „Kanal“, der ihr das Wasser zuleitet, wächst ein Feigenbaum.


Der Fluss liegt nun ein ganzes Stück unter uns.


In der Kurve des Tales liegt ein großes, verlassenes Gebäude, in dem heute die Erlen wachsen. Was es wohl früher einmal war?


Hier klettern wir wieder etwas höher und treffen auf den Weg, der von Kinídaros aus herunterführt. Wir gehen ihn jedoch nicht weiter talaufwärts, sondern kehren zurück Richtung Engarés.

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