Baldriangewächse, Valerianoideae

Die Baldriangewächse werden heute als Unterfamilie zu den Geißblattgewächsen (Caprifoliaceae), Ordnung der Dipsacales, gestellt. Sie kommen vor allem in den gemäßigten Regionen der Nordhalbkugel und in den Anden vor. Es gibt acht Gattungen mit etwa 350 Arten. Auf Naxos kommen gut zehn Arten aus drei Gattungen vor.

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Valeriana dioscorides

Auf Naxos kommt eine Baldrian-Art vor, die nach dem berühmten antiken Arzt Dioscorides benannte Valeriana dioscorides. Sie ist in den etwas feuchteren Berglagen häufig anzutreffen.


Die Baldrian-Arten besitzen lange, aufrechte Blütenstängel. Die grundständigen Blätter sind gefiedert.


Die kleinen, fünfzähligen Blüten sind zartrosa gefärbt.

Valerianella coronata

Auf Naxos kommen acht Feldsalat-Arten vor. Es handelt sich um kleine, leicht zu übersehende Pflanzen, deren Bestimmung nicht einfach ist. Bei uns ist Valerianella coronata sehr häufig.


Die Feldsalate sind kleine, unauffällige Arten.


Die Feldsalat-Arten unterscheiden sich hauptsächlich an der Form der Kelche zur Fruchtzeit. Bei Valerianella coronata ist der Kelch sternförmig scheibenförmig mit sechs Zipfeln.

Valerianella muricata ?

An feuchteren Standorten in Zentralnaxos kann man auch eine weitere Art antreffen.


Bei dieser Art handelt es sich vermutlich um Valerianella muricata.


Die Pflanze ist recht fleischig mit verdickten Stielen. Sicher können die Arten nur durch eine Untersuchung der Fruchtkelche bestimmt werden. Bei dieser Art ist der Fruchtkelch dick flaschenförmig mit einem schräg abgestutzten oberen Rand.

Fußangel-Spornblume, Centhranthus calcitrapae

Die Spornblumen mit ihren 11 Arten kommen vor allem im Mittelmeergebiet vor. Eine Art wird auch als Gartenpflanze gezüchtet. Ich habe die Fußangel-Spornblume bislang nur einmal (gleich bei uns in der Nähe) entdeckt; sie scheint ziemlich selten zu sein.


Die Fußangel-Spornblume besitzt unten einfache, oben gefiederte Blätter und einen langgestielten Blütenstand mit eng gedrängten, kleinen, rosa Blüten.


Die Blüten besitzen einen kleinen (hier nicht zu sehenden) Sporn an der Kronröhre, daher der Name. Zur Fruchtzeit verwandelt sich der Kelch in einen fein fiedrigen Flugapparat.

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