Die römische Epoche

Um die Mitte des zweiten Jahrhunderts v. Chr. wurden nacheinander die verschiedenen Bereiche Griechenlands (Makedonien, das übrige griechischen Festland, die ägäischen Inseln und schließlich Kleinasien) von den Römern unterworfen und ins Römische Reich eingegliedert. Griechenland hatte nun seine Selbständigkeit verloren, aber seine Kultur lebte im Römischen Reich weiter und beeinflusste dieses ganz erheblich.

Über das Schicksal der Insel Naxos während der römischen Epoche ist wenig bekannt. Wir wissen, dass es zur Provinz Asien gehörte und jedenfalls zeitweise unter der Herrschaft der Insel Rhodos stand. Ab dem Jahr 42 v. Chr. wurden die Ostprovinzen des Römischen Reiches vom Feldherrn Marcus Antonius übernommen, der sich als „Neuer Dionysos“ verehren ließ; auch auf Naxos wurde eine Statue gefunden, auf der der ursprüngliche Name ausgelöscht und durch „Antonius“ ersetzt worden ist. Wir wissen außerdem, dass Naxos in der römischen Zeit als Exil für missliebige Politiker diente.

Trotz dieser spärlichen Quellenlage sind in einer ganzen Reihe von Ausgrabungen im Gebiet der Chóra sowohl Häuser als auch Gräber der römischen Epoche freigelegt worden; die gefundenen Artefakte zeugen davon, dass auch in der römischen Epoche auf Naxos eine blühende Stadt existierte; die Insel hat zwar politisch und kulturell keine bedeutende Rolle mehr gespielt, war aber weiterhin das Zentrum der Kykladen mit einer großen Siedlung.

Schon in der frühchristlichen Zeit gelangte schließlich das Christentum auf die Insel; die ersten Kirchen stammen aus dem 3. Jhd. n. Chr., als das Byzantinische Reich gegründet wurde (Ostrom).

siehe auch:

Zum Inhaltsverzeichnis

Schreibe einen Kommentar