Zur Höhle Kako Spilaio

Der Kóronos-Berg war im Altertum dem Fruchtbarkeitsgott Dionysos geweiht; er trug den Namen Drios, wie eine antike Inschrift beweist, und wird in vielen Mythen, die sich um Dionysos ranken, erwähnt: Dieser soll hier von den drei naxiotischen Nymphen Koronis, Filia und Kleio aufgezogen worden sein. Dionysos betrachtete Naxos als seine Heimat und den Berg Drios als seine Wohnstätte. In der Antike wurden Dionysos und sein Gefolge in der Höhle Kakó Spílaio am Kóronos-Berg verehrt: Man hat in ihr tönerne Statuetten des Gottes Pan und von Nymphen gefunden.

Der Kóronos-Berg ist im Wesentlichen aus Granit aufgebaut und hat so einen deutlich anderen Charakter als der aus Marmorschichten bestehende Zeus; das Regenwasser versickert nicht unterirdisch wie in den Marmorgebieten, sondern fließt oberirdisch ab und speist zahlreiche Quellen und Flüsse. Außerdem stauen sich am nördlich gelegenen Kóronos-Massiv im Winter wie auch im Sommer häufig die mit dem Nordwind heranziehenden Wolken, so dass es hier wesentlich feuchter ist als am Zeus – der rechte Ort für einen Gott der Fruchtbarkeit! Bis ins Mittelalter hinein sollen auf dem Kóronos-Berg große Eichen- und Kastanienwälder existiert haben; diese sind heute verschwunden, aber die Heide, die sie ersetzt, besitzt immer noch einen ganz besonderen, auf Naxos einzigartigen Charme.

Eine Erdstraße führt bis auf den Gipfel des Berges hinauf; sie ist allerdings nur für geländegängige Wagen befahrbar. Vom Ende der Straße kann man in etwa einer Stunde zur Höhle Kakó Spílaio laufen. Die Entfernung ist nicht weit, vielleicht etwa 3 Kilometer. Wir kommen jedoch nur langsam voran, da es keinen deutlichen Weg zur Höhle gibt; ein kleiner Pfad, der zu ihr hinführt, ist nur stückweise erkennbar. Es geht ziemlich steil über Stock und Stein den Hang hinab – Vorsicht ist angebracht!


Der Gipfel des Kóronos-Berges ist von Heide und Farn bewachsen; in den Taleinschnitten wachsen Platanen. Wie an den meisten Tagen des Jahres liegt auch heute eine Wolkendecke über dem Kóronos, die die Sonne nur für kurze Augenblicke durchbrechen kann.


Die Heide, die hier oben auf dem Gipfel wächst, verleiht ihm einen ganz besonderen Charakter.


Zwischen den großen, alten Heidebüschen wachsen reichlich Moos und Flechten; sie weisen auf die hohe Feuchtigkeit in dieser Heide hin.


Vom Ende der Straße aus Richtung Nordwesten laufend kommt man zu einem von Mauern umgebenen Hirtenhaus.


Links vom Hügel mit dem Hirtenhaus beginnt Richtung Westen ein steil hinabführendes Tal; in diesem Tal liegt, etwa einen Kilometer von seinem oberen Rand entfernt, die Höhle Kakó Spílaio.


Schon im oberen Teil des Taleinschnittes wachsen hier und da kleine Platanen.


Die Höhle liegt am Nordhang des Kóronos-Berges, etwas rechts von der Bildmitte.


Hier sieht man die Lage der Höhle mit dem Zoom: Sie befindet sich an der Felswand links der zwei etwa waagerecht liegenden großen Felsen in der Mitte des Bildes.


Hier sieht man die zwei waagerechten Felsen, die man zur Orientierung benutzen kann, in noch stärkerem Zoom; die Höhle liegt unter der Felswand im linken Teil des Bildes.


Blick zurück auf das Tal, das man hinuntersteigen muss, um zur Höhle zu gelangen; ein kleiner, allerdings an vielen Stellen verschwundener oder undeutlicher Pfad führt durch den in der Bildmitte zu sehenden Heidebestand auf die Höhle zu.


Jetzt kann man die Höhle schon fast sehen; genau in der Bildmitte liegt der eine der oben erwähnten waagerechten Felsen.


Und nun sind wir da!


Die Höhle besitzt mehrere niedrige Eingänge.


Picknick vor der Höhle


Blick auf den Hang gegenüber


Hier der Blick von der Höhle aus das Tal hinunter; dieses Tal führt nach Skepóni.

Hier geht es zur Beschreibung der Höhle mit vielen Fotos.


Und jetzt noch ein paar Eindrücke vom Rückweg…


Überall trifft man auf bizarre, malerische Felsen.


Es ist immer wieder schön auf dem Kóronos!

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