Bei Potamia

Das Tal von Potamiá ist eines der schönsten Täler der Insel Naxos, das viele Möglichkeiten für Spaziergänge und kleine Wanderungen bietet. Dieses Mal steuern wir nicht eines der drei Dörfer (Áno, Mési und Káto Potamiá) an, sondern fahren mit dem Auto in eine Stichstraße unterhalb des am niedrigsten gelegenen Dorfes (Káto Potamiá) und gehen dann den Fluss entlang zur mittelalterlichen Kirche Ágios Mámas.


Für uns als Kykladen-Bewohner besitzt der ständig wasserführende Fluss von Potamiá einen ganz besonderen Reiz.


Dieses große Bauwerk ist ein Brunnen.


Das Wasser wurde mittels einer Eimerkette nach oben transportiert.


Der ehemalige Wasserstand lag mehrere Meter tief.


Das auf diese Weise auf eine Höhe von etwa drei Metern oberhalb des Bodenniveaus herauftransportierte Wasser wurde in eine auf einer „Mauer“ gelegene Wasserrinne geschüttet und über diese dann auch auf höher gelegene Felder in der Umgebung geleitet.


An dieser Stelle sehen wir zwei Schildkröten, die aber sofort abtauchen, als wir uns nähern.


Ein kleines Paradies!


Wie an allen Flüssen und Quellen stehen auch hier große Platanen.


Der Fluss bei Potamiá ist einer von zweien auf Naxos, an dem Silberweiden wachsen, ein nördlicher, laubabwerfender Baum, der ständige Feuchtigkeit benötigt.


In der Nähe der Kirche Ágios Mámas finden wir außerdem Ulmen – das Vorkommen dieser Art auf Naxos war bis zu unserer Entdeckung eines Standortes bei Moní unbekannt.


Am feuchten, schattigen Hang wachsen unter den Ulmen viele Alpenveilchen.


Nach der Blüte rollen sich die Fruchtstiele auf diese lustige Weise ein. Die Samen werden von Ameisen gesammelt und in ihre Löcher geschleppt; sie können nur in Dunkelheit keimen.


Und hier das Ziel unserer Wanderung: die Kirche Ágios Mámas.

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