Gewöhnliche Schmerwurz, Dioscorea communis

Die Gewöhnliche Schmerwurz gehört zur ursprünglichen Familie der Yamswurzelgewächse (Dioscoraceae), die aus drei Gattungen besteht, von denen zwei je nur zwei Arten enthalten, während die Gattung Yams (Dioscorea) über 600 Arten umfasst. Früher wurde die Gewöhnliche Schmerwurz, in die Gattung Tamus gestellt, die heute mit der Gattung Dioscorea vereinigt ist. Die Yamsgewächse sind vor allem in den Tropen verbreitet. Es handelt sich um windende oder kletternde ausdauernde Pflanzen mit dreizähligen Blüten mit gleichgestalteten Kelch- und Kronblättern und mit Rhizomen oder Knollen als Speicherorganen. Eine ganze Reihe von Arten wird wegen der Süßkartoffel-ähnlichen „Wurzeln“ kultiviert, sowohl im ostasiatischen Raum, als auch in Mittel- und Südamerika und in Afrika; sie sind dort wichtige Stärkelieferanten. Viele Arten enthalten im Rhizom auch hormonähnliche Stoffe, weswegen sie in der traditionellen Heilkunde eingesetzt werden. In Mitteleuropa kommen nur zwei Arten vor.

Die Gewöhnliche Schmerwurz ist eine zweihäusige Kletterpflanzen mit pfeil- bis herzförmigen Blättern, kleinen dreizähligen Blüten mit gleichgestalteten Kelch- und Kronblättern („Tepalen“) und roten bis schwarzen, beerenartigen Früchten. Sie ist sommergrün und hat entsprechend eher zarte, stark glänzende Blätter. Sie besitzt weder Stacheln noch Ranken. Die kleinen, gelblichen Blüten stehen in langen Trauben.

Die Gewöhnliche Schmerwurz ist sehr trockenheitsresistent. Sie ist auf Naxos regelmäßig anzutreffen. Diese Art ist in allen Teilen sehr giftig. Trotzdem werden die jungen Triebe wie die des wilden Spargels gegessen und sind sogar sehr beliebt. Dieser Art sehr ähnlich ist die Raue Stechwinde.

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Die Gewöhnliche Schmerwurz ist eine Kletterpflanze mit pfeil- bis herzförmigen Blättern ähnlich der Rauen Stechwinde; sie bleibt jedoch kleiner als diese. Im Gegensatz zur Stechwinde sind ihre Blätter sommergrün.


Die gelblichen Blüten stehen in langen Trauben. Auch diese Art ist zweihäusig und besitzt gleichgestaltete Kelch- und Kronblätter. Die Blüten sind glockiger als bei der Stechwinde.


Die Früchte sind kleine, erst grüne, dann rote Beeren.

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