Blattloser Spargel, Asparagus aphyllus

Die Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) gehört zu den Pflanzenfamilien, die ihren Umfang stark verändert haben, seit in der Pflanzensystematik auch molekularbiologische Aspekte berücksichtigt werden. Heute zählen zu dieser Familie außer den Spargeln auch die Agaven, die Hyazinthengewächse (heute Scilloideae) mit den Traubenhyazinthen, den Blausternen und den Milchsternen und vier weitere Unterfamilien, die nur wenige oder gar keine bei uns vorkommenden Pflanzen umfassen.

Die Gattung Spargel mit über 100 Arten ist in Eurasien und Afrika verbreitet mit einem Zentrum der Artenvielfalt in der Kapregion in Südafrika. Die Arten sind krautig oder halbstrauchig und oft kletternd mit meist nur schuppenförmigen Blättern; sie besitzen zu blattartigen Phyllokladien oder spitzen Dornen umgebildete Kurztriebe. Die kleinen Blüten haben sechs gleichgestaltete Hüllblätter; die Früchte sind runde Beeren. Eine Art, der Gemüse-Spargel, wird kultiviert. Auch von der auf Naxos vorkommenden Art, dem Blattlosen Spargel, werden im Frühling die Triebspitzen gesammelt und gegessen. Üblicherweise werden sie gebraten und als Omelett zubereitet.

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Der Blattlose Spargel bildet niedrige, kletternde Halbsträucher, die sehr dornig sind. Seine Blätter sind winzige Schuppen, aus deren Achseln die als Dornen ausgbildeten Kurztriebe wachsen.


Die kleinen grünen Blüten besitzen sechs gleichgestaltete Kelch- und Kronblätter („Tepalen“) und sechs mit diesen verwachsene Staubblätter.


Die Blüten werden gern von Fliegen besucht.


Die Früchte sind runde, erst grüne, später schwarze Beeren.

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