Mönchspfeffer, Vitex agnus-castus

Der Mönchspfeffer oder Keuschlammstrauch ist einer der wenigen strauchförmigen Lippenblütler (Lamiaceae, Ordnung Lippenblütlerartige). Die Gattung Vitex mit 250 Arten ist weltweit verbreitet mit einem Schwerpunkt im tropischen und subtropischen Asien. Der Mönchspfeffer ist die einzige Art, die auch in Europa vorkommt. Er ist im Mittelmeergebiet und in Südwestasien beheimatet und bevorzugt feuchte Standorte wie Flusstäler. Auf Naxos wächst er in der Tragaía entlang der Flussläufe und hier und da in den Torrenten in der Nähe der Küste.

Der Mönchspfeffer wächst als hoher Strauch oder niedriger Baum. Seine elastischen, aber sehr zähen Zweige wurden früher als wichtigstes Material zum Korbflechten verwendet. Der Mönchspfeffer besitzt handförmige Blätter und große blaue Blütenrispen. Er blüht im Sommer, etwa gleichzeitig mit dem Oleander. Die kleinen Steinfrüchte schmecken pfeffrig scharf und wurden früher als Gewürz benutzt, insbesondere von Mönchen, da sie angeblich eine die Lust dämpfende Wirkung hatten. In der Antike war die Pflanze der Göttin Hera, der Beschützerin der Ehe, geweiht. Heute wird der Mönchspfeffer erfolgreich bei hormonellen Schwierigkeiten wie dem Prämenstruellen Syndrom und bei Wechseljahrbeschwerden eingesetzt.

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Der Mönchspfeffer wächst meist als Strauch, kann aber auch einen Stamm ausbilden.


Er kommt vor allem an den Torrenten der niedrigen Lagen vor.


Der Mönchspfeffer besitzt handförmige Blätter; die lila Blüten stehen in langen Rispen.


Die Blüten sind typische Lippenblüten; entsprechend wird er heute zu den Lippenblütlern gezählt, während er früher in die Familie der Eisenkrautgewächse gestellt wurde.

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