Doldenblütler II, Apiaceae

Auf dieser Seite sind die gelbblühenden Doldenblütler, die ich bislang auf Naxos angetroffen habe, zu finden. Die Seite Doldenblütler I umfasst die Einführung zur Familie und die Beschreibungen der weiß- bzw rosablühenden Arten. Der bemerkenswerte und interessante Riesenfenchel wird auf einer eigenen Seite behandelt.

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Bupleurum gracile

Die sehr kleine Hasenohr-Art Bupleurum gracile kommt auf Naxos in der Phrygana vor; sie ist nicht sehr häufig.


Die Hasenohren-Arten besitzen im Gegensatz zu den meisten anderen Doldenblütlern oft einfache Blätter. Bupleurum gracile ist sehr klein und zart.


Die gelben Blüten stehen in sehr kleinen Dolden, die von vergleichsweise sehr großen Hüllchenblättern eingeschlossen sind; diese tragen je drei deutliche Nerven. Die Blüten besitzen nur sehr kleine Kronblätter, deren Spitze eingekrümmt ist.

Meerfenchel, Crithmum maritimum

Der Meerfenchel ist auf Naxos eher selten. Er kommt ausschließlich an der Küste vor.


Bei uns am Strand gibt es nur einige wenige Exemplare des Meerfenchels. Auch sonst ist er auf Naxos an den meisten Stellen nicht sehr häufig.


Der Meerfenchel besitzt fleischige Blätter und Stängel und vielstrahlige, dichte Blütendolden. Die vitaminreichen Blätter werden in Essig eingelegt als Delikatesse geschätzt.


Die Früchte sind zylindrisch.

Der bemerkenswerte und interessante Riesenfenchel wird auf einer eigenen Seite behandelt.

Wilder Fenchel, Foeniculum vulgare

Der Wilde Fenchel ist auf Naxos außer in den trockensten Lagen sehr häufig; bei uns wächst er nur in Gärten. Er ist einer der wenigen Doldenblütler, die erst im Sommer blühen.


Der Fenchel ist ein großer Doldenblütler, der bis gut 2 Meter Höhe erreichen kann; seine Blütendolden sind vergleichsweise klein.


Die Blätter besitzen feine, stielrunde Anschnitte. Sie werden zur Bereitung zahlreicher traditioneller Gerichte verwendet, so beispielsweise für die Gefüllten Weinblätter (dolmadákia).


Hier die kleinen gelben Blüten.


Die sehr aromatischen Früchte werden zum Würzen von Oliven und zur Teebereitung genutzt.

Malabaila involucrata

Malabaila involucrata ist im Innern von Naxos auf kalkhaltigen Böden häufig; es ist eine sehr auffällige Pflanze. Bei uns fehlt sie.


Diese Art ist einer der größeren Doldenblütler. Die gefiederten Blätter haben breite, gekerbte Abschnitte.


Sie besitzt gelbe Blüten, deren Kronblätter sorgfältig nach innen umgeschlagen sind.


Beim Verblühen schwellen die Nektarien der Blüten deutlich an.


Die Früchte sind flach, etwa herzförmig und besitzen einen auffälligen weißen Harzkanal am Rand.

Opopanax hispidus

Opopanax hispidus ist eine weitere recht große Doldenblütler-Art; sie ist auf Naxos in der zentralen und der südlichen Region stellenweise häufig.


Hier sieht man an der noch nicht aufgeblühten Pflanze die typischen Blätter der Art. Die in ihrem unteren Teil kräftig behaarten Blütentriebe werden auf Naxos als Wildgemüse gesammelt; sie sind sehr beliebt. Die Pflanze gibt einen gelblichen Milchsaft ab.


Die voll aufgeblühte Pflanze ist eher dünn und locker mit langen Stielen.


Die Blüten besitzen lange Stiele; auch bei dieser Art sind die Kronblätter eingeschlagen.


Die Früchte sind auf den ersten Blick denen der vorigen Art recht ähnlich, allerdings etwas kleiner mit weniger ausgeprägtem Harzkanal.


Die auf griechisch kárfa genannten Blütentriebe von Opopanax hispidus werden auf Naxos als sehr beliebtes Wildgemüse gesammelt. Sie werden abgeschnitten, wenn sie eine Länge von etwa 10 cm erreichen. Man kocht sie zunächst in Salzwasser.


Danach werden die Triebe in Olivenöl gebraten und zu einem leckeren Omelett verarbeitet.


Zum kárfa-Omelett passt Brot und Käse, hier der typische naxiotische Frischkäse (misíthra). Guten Appetit!

Gespenst-Gelbdolde, Smyrnium olustratum

Die Gespenst-Gelbdolde ist auf Naxos in vielen Gegenden sehr häufig, so beispielsweise in der Tragaía, wo sie auf manchen Feldern dichte Bestände bildet, in denen kaum etwas anderes wächst. Sie bevorzugt Standorte mittlerer Feuchtigkeit auf mäßig sauren bis mäßig basischen Böden.


Die Gespenst-Gelbdolde bildet bis zu 1,5 m hohe, kräftige, verzweigte Pflanzen. Die Blätter sind dreiteilig gefiedert, die unteren zwei- bis vierfach; sie besitzen große Blattscheiden. Die jungen Triebspitzen sind als Salat oder Gemüse essbar.


Die Blüten sind grünlich-gelb mit kleinen runden Kronblättern.


An den verwelkenden Blüten sind gut die anschwellenden Nektarien zu erkennen. Die Früchte sind klein und eiförmig und tragen wenige, stark hervorstehende Rippen.

Rundblättrige Gelbdolde, Smyrnium rotundifolium

Die Rundblättrige Gelbdolde ist seltener als die vorige Art und auf etwas feuchtere Standorte beschränkt.


Sie ist leicht erkennbar an den hübsch übereinander stehenden, stängelumfassenden Blättern.


Die gelben Blüten tragen die Kronblätter meist eingerollt


Die Früchte sind rundlich und aus zwei Teilen zusammengesetzt; sie werden bei der Reife schwarz.

Gargano-Purgierdolde, Thapsia garganica

Die Gargano-Purgierdolde kommt verstreut in den niedrigen und mittleren Lagen der Insel vor, meist an trockenen Standorten.


Die Gargano-Purgierdolde ist eine kräftige, kaum verzweigte Pflanze mit größtenteils grundständigen, mehrfach gefiederten Blättern mit sehr schmalen Abschnitten und großen Blattscheiden.


Die großen gelben, vielstrahligen Dolden sind aus ebenfalls vielstrahligen, fast rundlichen Döldchen zusammengesetzt. Die Blüten sind klein mit abgerundeten Kronblättern.


Die Früchte sind flach elliptisch mit breiten Flügeln.

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