Nickender Sauerklee, Oxalis pes-caprae

Die Gattung Sauerklee (Oxalis) kommt in zahlreichen Arten vor allem in den Tropen vor. Sie gehört in die nur wenige meist artenarme Gattungen umfassende Familie der Sauerkleegewächse, die mit einigen weiteren kleinen, in den Tropen vorkommenden Familien die Ordnung der Sauerkleeartigen (Oxalidales) bildet. Nur wenige Angehörige dieser Ordnung sind in Europa heimisch.

Im gesamten Mittelmeerraum, so auch auf Naxos, hat sich eine ursprünglich aus Südafrika stammende und vor etwa 200 Jahren auf Malta eingebürgerte Sauerklee-Art ausgebreitet: der Nickende Sauerklee, Oxalis pes-caprae. Die Art kommt vor allem im Kulturland vor, insbesondere in Ölhainen; dort wächst sie an vielen Stellen inzwischen fast flächendeckend. Interessant ist dabei, dass sich der eingeschleppte Sauerklee im Mittelmeergebiet ausschließlich vegetativ vermehrt. Die Art bildet an den Wurzeln kleine Brutzwiebeln aus, mittels derer sie sich schnell und effektiv ausbreiten kann, insbesondere wenn die Erde gepflügt wird. Wo der Sauerklee sich einmal angesiedelt hat, ist er praktisch nicht mehr auszurotten.

Der Nickende Sauerklee ist leicht giftig. Erwachsene Schafe meiden ihn, aber kleine Lämmchen können sterben, wenn sie zu viel Sauerklee fressen. Entsprechend ist die starke Ausbreitung der Pflanze ein Problem für Bauern und Hirten.

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Insbesondere in den Ölhainen der Tragaía wächst der aus Südafrika im Mittelmeergebiet eingeschleppte Nickende Sauernklee an vielen Stellen fast flächendeckend. So schön das aussieht, ist es doch für die Bauern (und Botaniker) keine besondere Freude.


Die Blätter des Sauerklees sind wie Kleeblätter dreiteilig gefiedert, wobei jedes Teilblatt umgekehrt herzförmig ist. Die auffälligen, leuchtend hellgelben Blüten sind trichterförmig mit nur an der Basis verwachsenen Blütenblättern.


Die Blüten werden im Mittelmeergebiet nicht befruchtet und es werden keine Früchte gebildet. Obwohl die Vermehrung rein vegetativ stattfindet, hat sich die Art über das gesamte Mittelmeergebiet verbreitet.


Seltener kommt eine gefüllte Form vor.


Hier sieht man an der Wurzel die kleinen, weißen Brutzwiebelchen, die leicht abfallen und die Art so effektiv verbreiten, dass man den Sauerklee aus einem Garten, wenn er sich einmal angesiedelt hat, kaum wieder entfernen kann.

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