Primelgewächse, Primulaceae

Die große und vielfältige Familie der Primelgewächse ist auf Naxos durch vier Arten vertreten. Sehr häufig in Gärten und an Wegrändern ist der Acker-Gauchheil (Anagallis arvensis), der vor allem in seiner blauen, seltener auch in der roten Form auftritt. Vor allem in Wäldern und Gebüschen wächst das Efeublättrige Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium). Außerdem kommt auf Naxos die Salzbunge (Samolus valerandi) vor, eine sehr seltene, als gefährdet eingestufte Pflanze, die an feuchten und oft salzhaltigen, gestörten Standorten wächst. Ich habe sie am Bach in Agiá gefunden; sie wächst aber auch als Unkraut bei uns im Garten (der sich sowieso als eine der besten Stellen der Insel zum Botanisieren erweist). Bislang noch nicht entdeckt habe ich das ebenfalls auf Naxos nachgewiesene Sternlein (Astrolinon linum-stellatum).

zur Foto-Übersicht

Acker-Gauchheil (Anagallis arvensis)


Der Acker-Gauchheil, hier in seiner blauen Form, wächst häufig in Gärten und an Wegrändern.


Die blaue Variante unterscheidet sich von der roten nicht nur in der Blütenfarbe, sondern auch in der Form der Blütenblätter, die breiter sind und sich auf der ganzen Länge überlappen, so dass die Kelchblätter dazwischen nicht zu sehen sind; am Rand sind sie fein gefranst.


Seltener kommt bei uns die rote Form vor.

Efeublättriges Alpenveilchen, Cyclamen hederifolium

Die Alpenveilchen, die in etwa 30 Arten im Mittelmeerraum vorkommen, sind leicht kenntlich an den charakteristisch geformten Blüten. Alle Arten bilden etwa scheibenförmige Speicherknollen aus, aus denen im Herbst zunächst die Blüten, und später auch die häufig hübsch gemusterten Blätter treiben. Alpenveilchen sind sehr giftig, insbesondere die Knollen.


Das Alpenveilchen ist eine der ersten Pflanzen, die im Herbst blühen; es kommt vor allem an schattigen Stellen wie in Wäldern und Gebüschen vor. Die Blüten erscheinen vor den Blättern.


Die zartrosa Blüten der Alpenveilchen sehen unvergleichlich elegant aus.


Die Alpenveilchen bilden übersommernde Knollen aus und wachsen für gewöhnlich in derartigen Gruppen. Hier sind auch die Blätter schon zu sehen.

Salzbunge, Samolus valerandi


Die Salzbunge ist eine seltene Pflanze. Hier wächst sie an der Quelle von Agiá.


Sie besitzt recht große, leicht fleischige, elliptische Blätter. Die runden Früchte sind von den deutlich längeren, schmalen Kelchblättern eingehüllt. Die weißen Blüten sind sehr klein; sie sitzen an sehr dünnen Stielchen. Hier sieht man ebenfalls die runden Früchte.

zur Foto-Übersicht

siehe auch:

Zum Inhaltsverzeichnis

Schreibe einen Kommentar