Lein, Linum

Die Leingewächse (Linaceae) gehören zur vor allem in tropischen Regionen heimischen, sehr artenreichen und häufigen Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). Sie umfassen 10 bis 16 Gattungen mit 270 Arten und sind weltweit verbreitet. Auf Naxos kommen drei Lein-Arten vor. Der Zweijährige Lein (Linum bienne) wird auch Wild-Lein genannt; er ist vermutlich die Wildform des kultivierten Gemeinen Leins und wurde in Mesopotamien schon vor 9.000 Jahren angebaut. Der Lein wurde zunächst als Nahrung (Leinsamen) und zur Ölgewinnung verwendet; die Herstellung von Stoffen kann zum ersten Mal in Ägypten um 4.000 v. Chr. nachgewiesen werden.

Die Verarbeitung des Leins zur Herstellung von Geweben ist eines der aufwändigsten Handwerke, das viele Arbeitsgänge erfordert. Auch auf Naxos wurde früher Lein angebaut und verarbeitet.

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Zweijähriger Lein, Linum bienne


Der Zweijährige Lein kommt auf Naxos an Wegrändern, in Wiesen und auf nicht mehr bewirtschafteten Feldern regelmäßig vor.


Er ist eine zarte Pflanze mit langen dünnen Stängeln mit kleinen linealen Blättern.


Wie auch beim kultivierten Lein sind die flachen, fünfzähligen Blüten zartblau gefärbt.

Linum corymbulosum ?


Auch Linum corymbulosum ist eine schmale, zarte, leicht zu übersehende Pflanze. Sie wächst hier und da in Phrygana und Macchie.


Die kleinen gelben Blüten sind glockenförmig halb geschlossen, wobei die Kronblätter nicht länger sind als die Kelchblätter. Die Blätter sind am Rand fein gesägt.

Linum strictum


Diese Leinart hat einen wesentlich dichter beblätterten Stängel und ist kompakter als die beiden anderen Arten. Die Blätter sind am Rand fein gesägt; die Blüten sind gelb. Auch diese Art kommt in Phrygana und Macchie vor, ist aber eher selten.


Die gelben Blüten sind größer als bei der vorigen Art und sitzen zu mehreren in den Blattachseln.

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