Tempel und Heiligtümer

Die Insel Naxos hat im Vergleich zu ihrer Bedeutung nur eher kümmerliche Überreste antiker Tempel vorzuweisen. Abgesehen vom kleinen (aber feinen) Heiligtum bei Mélanes sind (bislang?) nur drei Tempel gefunden worden, von denen zudem je nur noch sehr wenig erhalten war: Der Apollon-Tempel in der Chora war beim Bau des venezianischen Kastros bis auf das monumentale Tempeltor weitgehend abgetragen worden, der Dionysos-Tempel bei Íria nahe der Chora war tief unter Flusssedimenten verschüttet und auch vom Demeter-Tempel bei Sangrí war vor Ort fast nichts übrig geblieben; letzterer konnte jedoch nach dem Zusammentragen der Bauteile aus Kirchen, Klöstern und Terrassenmauern der Umgebung vollständig rekonstruiert werden und ist teilweise wieder aufgebaut worden.

Nichtsdestotrotz sind die Tempel von Naxos von großer Bedeutung für die archaische Tempelarchitektur: Hier auf Naxos hat sich der bedeutende Inselionische Baustil entwickelt, der später auch von Athen teilweise übernommen wurde. In diesem Zusammenhang ist insbesondere der Demeter-Tempel bei Sangrí mit seinem preisgekrönten Museum von großem Interesse.


winziger Tempel im Heiligtum bei Mélanes


Der Apollon-Tempel mit seinem gigantischen Tempeltor in der Chora ist nie vollendet worden.


Der Dionysos-Tempel in Íria in der Schwemmebene bei der Chora war der größte Tempelbau der Kykladen.


Der Demeter-Tempel bei Sangrí gehört ohne Zweifel zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Naxos.

Hier gibt es Informationen und Fotos zu den Tempeln und Heiligtümern von Naxos:

  1. Das antike Heiligtum der Quellen und der Steinbrüche bei Flerio (Melanes)
  2. Die Portara und der Apollon-Tempel in der Chora
  3. Der Dionysos-Tempel in Iria
  4. Der Demeter-Tempel

Hier findet man die Lage der Tempel und Heiligtümer bei Google Earth.

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