Skeponi 1

– eine verlassene Siedlung in den Bergen

Etwa 10 Kilometer nördlich von Naxos-Stadt an der Straße nach Apollonas liegt ein großer neuer Stausee. Er staut das Wasser eines kleinen Flusses, der weiter oben in den Bergen ganzjährig Wasser führt. Hier liegt auf einer kleinen Hügelkuppe eine verlassene, nur aus wenigen Häusern bestehende Siedlung namens Skepóni. Die früher vielbenutzten Pfade nach Komiakí und ins Nachbartal von Myrísis sind heute weitgehend zugewachsen und zum Teil kaum noch aufzufinden. Es lohnt sich aber, in dieser einzigartigen Gegend ein wenig querfeldein herumzustöbern.


das verlassene Dörfchen Skepóni

Dieses Jahr ist nach den guten Regenfällen der Stausee bis obenhin voll. Das Wasser wird bis zur Chora geleitet und versorgt auch die Landwirte in der weiteren Umgebung.


Der Stausee ist dieses Jahr randvoll.

Vom Stausee aus gelangt man über eine kleine Schotterstraße nach Skepóni. Man kommt an einem Hirtenhof vorbei, wo man ein Tor öffnen muss – wie alle Tore wieder schließen! An einer Weggabelung hält man sich links und kommt dann bald zum Ende der Straße. Schon ein Stück davor erreicht man einen kleinen Fluss mit einem dichten Auwald.


Am kleinen Fluss wächst ein dichter Auwald aus Platanen und Erlen.


Das Wasser sprudelt über Marmorfelsen, die von weißen Quarzadern durchzogen sind.

Von hier aus führt ein kleiner Pfad herauf zu den alten Steinhäusern der Siedlung.


Über viele Stufen geht es den Hang hinauf.


Blick nach Osten zum Kóronos-Berg; am Hügel, der etwa in der Bildmitte zu sehen ist, wachsen die Erdbeerbäume.


Am Wegrand sitzt eine Eidechse (Ägäische Mauereidechse).

Schnell erreichen wir die Häuser von Skepóni, die auf einer kleinen Hügelkuppe liegen. Neugierig stöbern wir ein wenig in den leeren Häusern herum.


Unter dem sorgfältig aus Schilfrohren gefertigten Dach hat ein Zaunkönig sein Nest gebaut.


Wir scheuchen viele Fledermäuse auf, die unter dem Dach hängen, insbesondere im hintersten der Häuser.

Hinter der Siedlung liegt ein lockerer Wald, der vor allem aus Kermeseichen besteht. Auf einigen halb zugewachsenen Terrassen stehen verwildete Olivenbäume. Hier wachsen auch einige sommergrüne Eichen (Walloneneichen). Diese kommen auf Naxos nicht wild vor, sondern wurden im Mittelalter eingeführt.


Zwischen den Zwergsträuchern wächst dieser hübsche Rachenblütler (Parentucellia viscosa), der halbparasitisch lebt und für feuchtere Stellen typisch ist.

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