Korallen

Die Korallen gehören gemeinsam mit den Hydrozoa (Polypen und Quallen) und Seeanemonen zum Tierstamm der Nesseltiere. Die Nesseltiere sind eine niedrigstehende, auf den ersten Blick eher den Pflanzen ähnliche Tiergruppe. Ihre Angehörigen sind gewöhnlich klein, einfach gebaut und meist radiärsymmetrisch; oft tragen sie Nesselzellen. Die Korallen gehören gemeinsam mit den Seeanemonen zur Klasse der Blumentiere. Im Gegensatz zu den Seeanemonen bilden die Korallen meist Kolonien aus zahlreichen kleinen, polypenförmigen Einzeltieren; die Stöcke können rasenförmig, strauchförmig, fächerförmig oder federförmig gebaut sein. Die koloniebildenden, aber auch viele einzellebende Korallen bilden Skelette aus Kalk, Horn oder Chitin, manchmal sind sie auch gallertig. Oft sind die Stöcke kräftig rot, gelb oder orange gefärbt.

Korallen ernähren sich ebenso wie die übrigen Nesseltiere von Plankton, das sie mit ihren Tentakeln einfangen. Die empfindlichen fächer- und strauchförmigen Korallen wachsen vor allem in größeren Wassertiefen, wo sie sich in die Meeresströmungen hineinstrecken, die ihnen ihre Nahrung zutragen. Kleinere, einzellebende Korallen kommen auch in Nähe der Meeresoberfläche vor, wo ihre Versorgung mit Plankton durch die Wellenbewegung gewährleistet wird.

Bei uns kann man schon kurz unter der Wasseroberfläche häufig die kleine, solitäre, ovale Steinkoralle Balanophyllia europaea beobachten. Wie viele andere Korallen auch lebt diese Art in Symbiose mit einzelligen Algen, die ihr beim Aufbau des Kalkskeletts helfen, aber auch zur Ernährung beitragen; entsprechend ist sie auf ein ausreichendes Lichtangebot angewiesen.

Warzenkoralle, Balanophyllia europaea

Balanophyllia europaea
Balanophyllia europaea auf Felsen kurz unter der Wasseroberfläche

Am Strand kann man häufig die Kalkskelette der Warzenkoralle finden.

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