Regen-Wetterlagen

Auf Naxos regnet es bekanntlich nur an relativ wenigen Tagen und meist nicht als gleichförmiger, langanhaltender Regen, sondern in Form von mehr oder weniger heftigen Schauern. Alle Regenfälle sind an den Durchzug von Tiefdruckgebieten gebunden.

Südwind

An der Warmfront des Tiefdruckgebietes kommt es bei Südost- bis Südwind meist zur Bildung von dichten, dunklen Wolken, die sich vor allem auf der Ost- und Südseite der Insel an den Bergen stauen, aber es regnet nur relativ selten (und wenn dann nie bei Südostwind, sondern erst beim Umschwung auf Südwind). Meist sind die Tiefdruckgebiete schon zu abgeschwächt, wenn sie Naxos erreichen, und die Bewölkung löst sich beim Wetterumschwung einfach wieder auf. Wenn es regnet, dann allerdings oft stark und langandauernd. Diese Regenfälle werden gelegentlich von heftigen Gewittern begleitet, bei denen es aus den östlich der Berge gestauten dicken Wolken auch bei uns in Azalas häufig und stark einschlagen kann.


Südostwind


Südwind

Südwestwind

Wesentlich häufiger kommt es beim Durchzug der Kaltfront zu Regenfällen. An der Kaltfront sind die Temperaturgegensätze größer als an der Warmfront und das Wetter ändert sich plötzlicher. Entsprechend der starken Aufwinde in der Warmluft vor der Kaltfront können die sich hier bildenden Wolken besonders stark in die Höhe quellen. Auch nach dem Durchzug der Kaltfront können sich in der labil geschichteten Atmosphäre hohe Gewitterwolken bilden, wenn die Kaltluft über dem warmen Land erwärmt wird und deswegen in die Höhe quillt. Derartiges Wetter mit Regen- oder Gewitterschauern ist für Südwestwind typisch, bei dem sich mächtige Cumulonimbus-Wolken bilden, die über die Ägäis ziehen. Der größere Teil des Niederschlages fällt bei dieser Wetterlage auf der westlichen Seite von Naxos; aber es kann auch bei uns kräftig schauern. Manchmal hagelt und oft gewittert es dabei; allerdings blitzt es meist je nur wenige Male: Der Regen zieht schnell übers Meer nach Nordosten ab, und es heitert bis zum nächsten Schauer wieder auf.

Nordwestwind

An das Südwest-Wetter schließt sich gelegentlich ein Nordwest-Wetter an, bei dem sich eine Bewölkung aus mehr oder weniger dicht liegenden, gleichmäßig den Himmel überziehenden, teilweise flachen, teilweise quellende Haufenwolken bildet. Einzelne dieser Wolken entwickeln sich oft zu großen Cumulonimbus-Wolken, aus denen kurze, aber heftige Schauer fallen. Entsprechend der bei dieser Wetterlage oft besonders niedrigen Temperaturen fallen diese Niederschläge oft als Hagel, Graupel oder auch Schnee. Auch hierbei kommt es gelegentlich zu schwachen Gewittern.

Nordostwind

Selten dreht der Wind weiter auf Nordost. Bei dieser Wetterlage, die sich auf der Rückseite des Tiefs abspielt, während dieses sich langsam weiter entfernt, bildet sich eine dichte Bewölkung aus aneinandergewachsenen, großen Cumulonimbus-Wolken, manchmal bedeckt die Bewölkung gleichmäßig den ganzen Himmel. Gelegentlich kommt es zu langandauerndem und starkem Niederschlag, wobei sich Regenpausen mit mäßigen Regenfällen und mit sehr starken Schauern abwechseln. Dieses Nordostwetter kann mehrere Tage anhalten (kommt allerdings heute kaum noch vor) und führt meist zu besonders hohen Regenmengen; manchmal kommen unglaubliche Wassermassen herunter (bis zu mehreren hundert Millimetern an einem Tag). Wenn die Temperaturen so niedrig sind, dass es schneit, fällt meist viel Schnee.

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