Würfelturban-Schnecke

Meeresschnecken kommen auf Naxos nicht in übermäßig großer Zahl vor. Die Bestimmung der Würfelturban-Schnecken ist schwieriger als man denken sollte, da die Arten sehr ähnlich und ziemlich variabel sind. Eine der häufigsten Arten bei uns ist Phorcus turbinatus (=Osilinus t., =Monodonta turbinata); seltener kommen die sehr ähnliche Art Phorcus articulatus und die kleinere Ph. richardi vor.


Würfelturban-Schnecken

Die Arten sehen sich sehr ähnlich. Ph. turbinatus besitzt ein schachbrettartiges, schwarz-weißes Muster Ph. articulatus dagegen eine feinere Musterung. Ph. turbinatus weist außerdem eine feine Spiralstreifung auf, die Ph. articulatus fehlt. Die jungen Exemplare sind niedrig, die älteren dagegen deutlich höher.


Phorcus turbinatus ist die häufigere der beiden Arten.


Das gedrungene Gehäuse besitzt einen geschlossenen Nabel und eine auffällige schwarz-weiße Zeichnung.


Die junge Schnecke ist niedrig kegelförmig und besitzt eine deutliche Spiralrillung.


Phorcus articulatus trägt eine feinere Musterung mit einigen Spiralbändern.


Phorcus richardi ist niedriger mit kleinen, rötlichen Flecken.

Alle drei Arten kommen im ganzen Mittelmeer vor sowie auch in nahegelegenen Bereichen des Atlantischen Ozeans. Sie leben in der Gezeitenzone, wo sie sich tagsüber in Spalten und Ritzen zwischen den Felsen verstecken. Nachts machen sich die Schnecken auf die Nahrungssuche. Sie weiden den Algenbewuchs der Felsen in der Nähe der Wasserlinie ab. An der Felsküste bei uns in Azalas sind sie sehr häufig.

Alle Phorcus-Arten sind eßbar. Sie werden kurz aufgekocht und dann pur gegessen. Man zieht den Schneckenkörper dafür üblicherweise mit einem kleinen Angelhaken aus dem Gehäuse.

Würfelturbane auf dem Tisch


gekochte Würfelturban-Schnecken

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