Schmetterlinge

Ohne Zweifel sind Schmetterlinge die beliebtesten Insekten. Die meisten Arten sind nicht nur ausgesprochen schön, sie besitzen mit ihrem leichten Flug auch eine natürliche Eleganz; außerdem sind sie als Blütenbesucher und -bestäuber besonders sympathisch.

Schmetterlinge besitzen zwei Paar große Flügel, die bei vielen Arten eine kräftige Färbung und Zeichnung aufweisen. Die Flügel werden durch ein grobes Netz von Adern stabilisiert und sind mit winzigen Schuppen bedeckt. Schmetterlinge haben 4 oder 6 lange, dünne Beine; der Kopf trägt zarte, an ihrem Ende keulenartig verdickte Fühler und große Facettenaugen, die aus um die 1000 Einzelaugen zusammengesetzt sind. Charakteristisch ist der lange, in Ruhestellung unterm Kopf aufgerollte Rüssel, mit dem die Schmetterlinge Nektar aus den Blüten saugen.


Bei diesem toten Schwalbenschwanz kann man gut die charakteristischen, kräftigen Adern auf den Flügeln erkennen.


Die Flügel der Schmetterlinge sind mit winzigen, farbigen Schuppen besetzt.


Die metallischen Schillerfarben wie hier das Hellblau werden durch die besondere Struktur spezieller Schuppen erzeugt.


Die meisten Schmetterlinge besitzen einen aufrollbaren Saugrüssel, mit dem sie Nektar aus Blüten saugen; besonders gern gehen sie an die Blüten von Asteraceen. Manche Arten können den Geschmack der Blüten mit speziellen Sinneshaaren an den Füßen wahrnehmen. Die Fühler der Schmetterlinge dienen der Geruchswahrnehmung. Die Tagfalter besitzen keulenförmige Fühler.


Bei vielen Nachtschmetterlingen sind die sehr leistungsfähigen Antennen fein gefiedert. Sie dienen weniger dem Finden von Nahrung als dem Aufspüren der Weibchen, die die Männchen mit artspezifischen Duftstoffen anlocken. Dabei können die Männchen in manchen Fällen fast unmessbar geringe Konzentrationen des Duftstoffes wahrnehmen.


Schmetterlinge fallen leicht anderen Tieren zum Opfer, so hier einer Spinne. Ihre beste Verteidigung ist ihre Tarnung und ihr unruhiger Flug. Manche Arten besitzen außerdem einen unangenehmen Geschmack oder sondern übelschmeckende Sekrete ab.

Alle Schmetterlinge führen eine Metamorphose durch, bei der sich die völlig anders gestaltete Raupe in das erwachsene Tier verwandelt. Die Raupen ernähren sich meist von Blättern und leben häufig nur an einer oder wenigen Pflanzenarten. Sie fressen ununterbrochen, von den Häutungen abgesehen. Die ausgewachsene Raupe verpuppt sich, wobei sie sich häufig in einen Kokon aus Seidenfaden einspinnt. In der Puppe erfolgt die Verwandlung in den erwachsenen Schmetterling. Oft überwintert der Schmetterling als Puppe; bei manchen Arten überwintern auch die erwachsenen Tiere. Häufig entwickeln sich in einem Jahr mehrere aufeinanderfolgende Generationen, die sich im Aussehen leicht unterscheiden können. Ein frisch geschlüpfter Schmetterling, insbesondere, wenn es sich um eine der größeren Arten handelt, ist von wirklich atemberaubender Schönheit.


Große Kohlweißlinge bei der Begattung


Bei den Großen Ochsenaugen sehen die Männchen (links) deutlich anders aus als die Weibchen (rechts).


Sogar die Eier der Schmetterlinge (hier vom Großen Kohlweißling) sind kleine Kunstwerke.


Jeder weiß, dass Raupen völlig anders aussehen als die erwachsenen Schmetterlinge; oft bestehen auch zwischen den verschiedenen Raupenstadien deutliche Unterschiede abgesehen von der Größe. Hier das letzte Raupenstadium des Windenschwärmers (Agrius convolvuli).


Viele Raupen sind stark behaart, was Fressfeinde abschrecken soll – so hier die Raupe des Englischen Bärs.


Während die erwachsenen Schmetterlinge nur ein wenig Nektar naschen oder gar keine Nahrung zu sich nehmen, sind die Raupen sehr verfressen – sie scheinen geradezu nur zum Fressen dazusein und können größeren Schaden an den Pflanzen anrichten (hier eine Raupe des Schwalbenschwanzes).


Die Puppe des Admirals hängt an einem kleinen Gespinst. In der Puppe entwickelt sich in einigen Wochen die Raupe durch einen völligen Umbau des Körpers zum Schmetterling.


Der Große Kohlweißling besitzt dagegen eine sogenannte Gürtelpuppe, die an einem dünnen „Gürtel“ aufgehängt ist.


Bei dieser großen Puppe kann man schon von außen den Körper, den Kopf und die Flügel des Schmetterlings erkennen.

Die Ordnung der Schmetterlinge ist eine der artenreichsten Ordnungen der Insekten. Für Mitteleuropa werden etwa 4.000 Arten angegeben, von denen die meisten freilich unauffällige, kleine Arten sind, die gewöhnlich „Motten“ genannt werden.
Auf Naxos herrschen nicht die günstigsten Bedingungen für Schmetterlinge; problematisch sind vor allem die lange Sommertrockenheit, aber auch der meist starke Wind. Trotzdem kann man eine ganze Reihe von Arten finden. Die Bestimmung ist bei den kleineren Arten nicht immer einfach, unter anderem auch deswegen, weil eine manche Arten recht variabel sind bzw die verschiedenen Generationen über das Jahr oder Männchen und Weibchen etwas unterschiedlich aussehen. Sehr nützlich für die Bestimmung ist die mit hervorragenden Fotos fast aller europäischen Arten ausgestattete, übersichtlich gestaltete Seite des Lepiforum e.V. im Internet.

Die Schmetterlinge werden traditionsgemäß in Tag- und Nachtfalter unterteilt. Diese Unterteilung besitzt keine systematische Grundlage, hat sich aber als praktisch erwiesen. Abgesehen davon, dass die meisten Tagfalter tags aktiv sind und die meisten Nachtfalter nachts, kann man die Tagfalter daran erkennen, dass sie keulenförmige Fühler besitzen, während die Antennen der Nachtfalter fadenförmig oder gefiedert sind. Ich behandele die Nachtfalter (Motten) auf einer eigenen Seite.

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Ritterfalter, Papilionidae

Schwalbenschwanz, Papilio machaon

Der zu den Ritterfaltern gehörende Schwalbenschwanz ist einer der größten und schönsten Schmetterlinge, die bei uns vorkommen. Wir haben tatsächlich einmal eine hässliche, braune Puppe aufgesammelt und hatten dann nach ein paar Tagen einen frisch geschlüpften Schwalbenschwanz mit seinen klaren Mustern und seinem reinen Cremeweiß im Einmachglas sitzen – ein unbeschreibliches Erlebnis.


Frisch geschlüpfte Schwalbenschwänze sind unglaublich schön.


Dieser Schwalbenschwanz ist bei uns am Strand angespült worden.


Die Raupen des Schwalbenschwanzes leben an Doldenblütlern; bei uns vor allem an Petersilie, Dill und Fenchel. Hier ein früheres…


… und ein späteres Raupenstadium.


kurz vor der Verpuppung

Segelfalter, Iphiclides podalirius

Der Segelfalter ist dem Schwalbenschwanz sehr ähnlich; man kann ihn an den sechs abwechselnd langen und kurzen Querbinden auf dem Vorderflügel erkennen.


Segelfalter sind sehr scheu und nur mit Mühe zu fotografieren.


Häufig kommen sie bei uns zu den Tagetes-Beeten.


Und weil er so schön ist, gleich noch einmal…

Edelfalter, Nymphalinae

Admiral, Vanessa atalanta

Der Admiral ist einer der häufigeren Schmetterlinge auf Naxos, den man zu allen Jahreszeiten sehen kann. Die Admirale ziehen im Herbst von Mitteleuropa in den Süden, um im Mittelmeergebiet zu überwintern; entsprechend kann man sie auf Naxos auch im Winter antreffen.


Der Admiral ist überwiegend schwarz gefärbt mit einem orangeroten Streifen über beiden Flügeln und weißen Flecken an der Spitze des Vorderflügels.


Der Hinterflügel zeigt an der Unterseite eine bräunliche Tarnfärbung.


Die Raupen der Admirale sind sehr variabel gefärbt.


Sie leben an Brennessel-Pflanzen und wohnen in hübschen Blatt-Tütchen.

Distelfalter, Cynthia cardui

Wie der Admiral ist auch der Distelfalter ein Wanderschmetterling, der im Mittelmeergebiet überwintert und von dort nach Mittel- und Nordeuropa zieht. Er ist ein guter und ausdauernder Flieger und einer der häufigsten Schmetterlinge auf Naxos.


Er ist leicht erkennbar an seiner bräunlichen Färbung mit dunklerem Muster und weißen Flecken an den Vorderflügelspitzen.


Die Unterseite der Hinterflügel ist bräunlich marmoriert mit charakteristischen Augenflecken.

Gelber C-Falter, Polygonia egea

Der Gelbe C-Falter (Polygonia egea) ist auf Naxos nicht sehr häufig. Ich habe zwar schon mal einen gesehen (auch in den Bergen: auf dem Fanari), aber jetzt ist das erste Mal, dass mir auch ein Foto gelingt, wenn auch kein übermäßig gutes.


Von oben ist der Falter recht hell braun gefärbt mit wenigen dunklen Flecken; charakteristisch sind die Ausbuchtungen und Zacken der Hinterränder der Flügel.


Auf der Unterseite trägt diese Art ein kleines, weißes, etwa y-förmiges Mal.

Kleiner Monarch oder Gewöhnlicher Tiger, Danaus chrysippus

Der Kleine Monarch ist in Afrika und Asien weitverbreitet, besonders in Indien, wo er der häufigste Schmetterling ist. Er kommt seltener auch im Mittelmeergebiet vor, ist jedoch ein ausgeprägter Wanderfalter, der in manchen Jahren in Regionen weit außerhalb seines eigentlichen Verbreitungsgebietes vordringen kann. Ich habe die Art bislang bei uns nur sehr selten beobachtet.

Der Kleine Monarch besitzt leuchtend orange Flügel mit einem schwarzen Rand mit auffälligen weißen Flecken. Die Vorderflügel haben eine große schwarze Spitze, ebenfalls mit weißen Flecken darin. Die Färbung der Flügelunterseite ähnelt der der Oberseite, wobei die Hinterflügel weniger leuchtend gefärbt sind und die Flügelspitze weniger Schwarz aufweist. Auf den Hinterflügeln sitzen vier schwarze Flecken, deren größter eine weiße Mitte aufweist. Der Körper ist schwarz mit weißen Flecken.

Der Kleine Monarch ist giftig und kann sich deswegen die auffällige Färbung leisten: Sie dient als abschreckende Warnfärbung (was übrigens von einer ganzen Reihe anderer Schmetterlingsarten nachgeahmt wird). Auch der Flug des Kleinen Monarchs ist sehr auffällig: Er segelt und flattert langsam nahe über dem Boden; bei uns ist er im Weinberg über eine lange Zeit immer wieder dieselbe Strecke im Kreis geflogen.


Der Kleine Monarch hat einen wunderschönen Körper; er ist ebenso wie der Flügelrand schwarz mit weißen Flecken.


Die Innenseite der Flügel ist leuchtend orange gefärbt.

Erdbeerbaumfalter, Charaxes jasius

Der Erdbeerbaumfalter kommt in Südeuropa (Teile Portugals, kleine Gebiete in Spanien und Südfrankreich, viele Mittelmeerinseln) und Nordafrika vor, er ist aber in den meisten Regionen selten geworden. Er hält sich meist in der Macchie oder an Waldrändern auf. Mit einer Spannweite von bis zu 9 cm ist diese Art der größte europäische Tagfalter.

Der Erdbeerbaumfalter ist besitzt eine samtbraune Oberseite mit einem gelben Streifen and Rand; die Unterseite ist dagegen intensiv in weißen und rotbraunen Farbtönen gemustert. Ich habe diese schöne Art auf Naxos erst einmal gesehen, als ein Exemplar im Garten um unsere Olivenbäume herumflog bzw sich auf den Bäumen hinsetzte.

Die Raupen des Erdbeerbaumfalters (Charaxes jasius) leben, wie der Name schon sagt, ausschließlich an Erdbeerbäumen (Arbutus), die auf Naxos nur in einer sehr begrenzten Region bei Skeponi wachsen; entsprechend kommt die Art auf der Insel nur selten vor.


Der seltene Erdbeerbaumfalter mit seiner hübsch gemusterten Unterseite ist unverwechselbar. Er ist der größte europäische Tagfalter.

Augenfalter, Satyrinae

Großes Ochsenauge, Maniola jurtina

Dieses Ochsenauge kommt auf Naxos sehr häufig vor. Es ist recht wenig scheu und kann gut beobachtet werden. Die Falter sind reviertreu; man trifft sie oft immer wieder an derselben Stelle an. Ochsenaugen sitzen fast immer mit geschlossenen Flügeln; die Oberseite der Flügel bekommt man nur selten sehen.


Diese Art trägt einen Augenfleck auf der Unterseite des Vorderflügels und drei kleine Flecken auf dem Hinterflügel.


Die Oberseite der Flügel ist sehr dunkel mit einem einzelnen kleinen Augenfleck im Vorderflügel.


Das Weibchen des Großen Ochsenauges sieht deutlich anders aus als das Männchen. Ich habe bislang deutlich weniger Weibchen als Männchen beobachten können.


Die Weibchen des Großen Ochsenauges besitzen eine hellbraune Oberseite mit einem breiten dunklen Rand und einem großen Augenfleck mit zwei weißen Tupfern.


Der Vorderflügel ist auf der Unterseite ähnlich gezeichnet, während der Hinterflügel zart bräunlich gefärbt ist.

Mauerfuchs, Lasiommata megera

Am Mauerfuchs kann man gut sehen, wie sehr es sich lohnt, genau hinzuschauen. Aus der Ferne erscheint dieses Ochsenauge ganz ähnlich wie die vorige Art; erst bei genauer Betrachtung sieht man die hübsche Zeichnung auf der Oberseite und die wunderschönen Augenflecken auf der Unterseite der Flügel. Der Mauerfuchs ist bei uns selten; ich habe ihn in diesem Frühling erst einmal gesehen.


Die Oberseite seiner Flügel zeigt auch der Mauerfuchs nur selten; meist sitzt er mit geschlossenen Flügeln.


Von der Unterseite sehen die Flügel mit ihren Augenflecken noch viel hübscher aus als von der Oberseite.

Hipparchia senthes

Bei dieser im südlichen Balkan verbreiteten Ochsenaugen-Art weisen die Hinterflügel auf der Unterseite ein helles, gezacktes Band auf. Ich habe diese Art bei uns noch nicht gefunden; wir haben sie aber oft auf einem Spaziergang bei Danakos angetroffen. Für die Bestimmung dieser und anderer Arten danke ich herzlich dem Lepiforum.


Diese Art kann man an dem gezackten hellen Band auf der Unterseite der Hinterflügel erkennen.


Die Vorderflügel sind auf der Unterseite orange und tragen zwei Augenflecke.

Kirinia roxelana

Bislang nur im Norden von Naxos bei Komiakí habe ich eine weitere Ochsenaugen-Art gefunden: Kirinia roxelana. Auch sie kommt nur im östlichen Mittelmeergebiet vor (innerhalb Europas nur Griechenland und Türkei).


Diese hübsche Ochsenaugen-Art mit den vielen Augenflecken auf der Hinterflügel-Unterseite findet man an schattigen, feuchten Stellen wie hier an einem Flusslauf bei Komiakí.

Weißlinge, Pieridae

Großer Kohlweißling, Pieris brassicae

Die Weißlinge haben eine weiße oder gelbliche Grundfärbung. Diese bewirkt, dass die Falter im Flug sehr auffällig sind; im Gegensatz dazu sind sie sitzend schwer zu entdecken, selbst wenn man genau gesehen hat, wo sie sich niedergelassen haben. Der Große Kohlweißling ist in Europa weitverbreitet und hat eine gewisse Bedeutung als Schädling in der Landwirtschaft.


Der Große Kohlweißling ist ein recht großer Falter. Seine Vorderflügel haben einen breiten, gebogenen, dunklen Außenrand.


Der Große Kohlweißling sitzt meist mit geschlossenen Flügeln, darum ist die Oberseite der Flügel nur sehr schwer zu fotografieren.


Die gelbschwarzen Raupen des Großen Kohlweißlings leben an Kreuzblütlern, insbesondere, wie hier, am Kohl.


Der Große Kohlweißling hängt sich zum Verpuppen an regengeschützte Stellen.

Kleiner Kohlweißling, Pieris rapae

Der Kleine Kohlweißling ist bei uns deutlich seltener als die vorige Art, ist aber im Sommer regelmäßig in Gärten usw anzutreffen.


Der Kleine Kohlweißling ist deutlich kleiner als der Große; außerdem sind die schwarzen Flecken und die schwarzen Spitzen der Vorderflügel wesentlich kleiner.

Östlicher Gesprenkelter Weißling, Euchloe ausonia

Manche Weißlinge besitzen eine grünliche Färbung auf der Unterseite, die nur beim sitzenden Tier zu sehen ist. Euchloe ausonia kommt im östlichen Mittelmeergebiet vor.


Diese Art besitzt rundliche weiße Flecken auf der Unterseite des Hinterflügels; die Vorderflügel haben eine große schwarze Spitze und einen schwarzen Fleck auf der Mitte des Vorderrandes.

Kleopatrafalter, Gonepteryx cleopatra


Auch der Kleopatrafalter gehört zu den Weißlingen; er kommt im Mittelmeergebiet vor. Er ist grünlich-gelb mit einem orangenen Bereich auf den Vorderflügeln und einem kleinen orangenen Fleck auf jedem Flügel.


Charakteristisch ist die leicht geschwungene Flügelform.


Der Falter sitzt fast nie mit offenen Flügeln. Hier kann man beim fliegenden Tier den orangenen Fleck auf den Vorderflügeln erkennen.

Wandergelbling oder Postillion, Colias croceus

Der Wandergelbling ist bei uns eher selten. Wie sein Name sagt, wandert auch diese Art zwischen dem Mittelmeergebiet und Mitteleuropa hin und her. Er ist ziemlich scheu und deswegen nicht leicht zu fotografieren. Es gibt mehrere sehr ähnliche Arten, die man kaum unterscheiden kann, ohne den Schmetterling zu fangen; die Bestimmung ist also nicht ganz sicher.


Der Wandergelbling, ein recht großer Schmetterling, ist an den schwarzen Flecken auf dem Vorderflügel und dem einer 8 ähnlichen, weißen Fleck auf dem Hinterflügel zu erkennen; die Oberseite der Flügel ist auffällig orangegelb.

Bläulinge, Lycaenidae

Feuerfalter, Lycaena phlaeas


Dieser kleine, hübsche Feuerfalter besitzt Vorderflügel mit leuchtend orangener Färbung mit braunem Flügelrand und dunklen Flecken; die Hinterflügel sind braun mit orangenem Hinterrand.


Am Hinterflügel besitzt der Feuerfalter zwei kleine Zipfel.

Östlicher Quendelbläuling, Pseudophilotes vicrama

Diese sehr kleine Bläuling-Art ist bei uns sehr häufig. Er besucht vor allem kleine Asteraceen. Es gibt viele ähnliche Bläuling-Arten, die nur bei genauer Betrachtung auseinander zu halten sind. Bei uns habe ich bislang nur diese Art gefunden.


Von der Oberseite ist dieser Bläuling einfarbig blau mit winzigen schwarzen Flecken etwa in der Flügelmitte.


Die Unterseite der Flügel ist mit zahlreichen schwarzen Flecken gemustert sowie mit einem orangefarbenen Band am Außenrand der Hinterflügel.


Der ganze Körper dieses winzigen Schmetterlings ist stark behaart; auch die Flügel tragen Haare, insbesondere am Rand. Die Fühler dieser Art sind schwarz-weiß geringelt.

Kleiner Sonnenröschen-Bläuling, Aricia agestis

Dieser kleine Falter sieht auf den ersten Blick der vorigen Art sehr ähnlich, hat aber orange Flecken am Rand auch des Vorderflügels. Es handelt sich vermutlich um den Kleinen Sonnenröschen-Bläuling. Die Oberseite des Schmetterlings habe ich leider nicht gesehen. Wir haben die Art bei Danakos in etwa 500 m Meereshöhe gefunden.


Die Flügelunterseiten dieses Falters unterscheiden sich von der vorigen Art daran, dass auch die Vorderflügel am Rand orange Flecken tragen.

Alexis-Bläuling, Glaucopsyche alexis

Noch ein Bläuling: Das Männchen dieser Art besitzt leuchtendblaue, das Weibchen manchmal eher blaubraune Oberseiten; auf den Unterseiten der Flügel sitzen nur wenige, bei manchen Exemplaren fast keine Flecken. Der Alexis-Bläuling ist auf Naxos eher selten.


Das Weibchen des Alexis-Bläuling besitzt eine oft bräunliche Oberseite ohne Zeichnung.


Die Unterseiten der Flügel tragen im Gegensatz zu den meisten Bläulingen nur wenige Flecken oder sind so wie hier gar fast einfarbig; zum Flügelansatz hin glänzen sie bläulich oder metallisch.


Dieses Exemplar trägt dagegen kleine schwarze Flecken auf der Unterseite der Vorderflügel.

Großer Wanderbläuling, Lampides boeticus

Bei manche Bläulinge sind die Weibchen nicht blau gefärbt, so bei dieser hübschen, in Europa auf den äußersten Südosten beschränkten Art. Das hier fotografierte Tier legte gerade seine Eier an den Knospen des Pfriemenginsters ab.


Dieser hübsche kleine Bläuling namens Lampides boeticus sitzt fast immer mit geschlossenen Flügeln, so dass man nur die Flügelunterseite sieht.


Bei den Männchen ist die Oberseite der Flügel blau gefärbt, wogegen die der Weibchen bräunlich ist.


hier derselbe Falter von der Unterseite

Grüner Zipfelfalter, Callophrys rubi

Nicht alle Bläulinge sind blau. Manche Arten sind braun, orangerot oder, wie hier zu sehen, grün. Der hübsche Grüne Zipfelfalter ist unauffällig und nicht sehr häufig.


Dieser intensiv grüne Bläuling ist auf Naxos nicht sehr häufig anzutreffen.

Dickkopffalter, Hesperiidae

Mattscheckiger Braundickkopffalter, Thymelicus acteon

Dickkopffalter sind recht klein und gedrungen mit einem dicken Kopf und stark behaartem Körper und Flügeln. Die Flügel werden meist in einem charakteristischen Winkel gehalten.


Hier sieht man die typische Flügelhaltung der Dickkopffalter.


Diese Art hat rötlichbraune Flügel ohne besondere Zeichnung.

Malven-Dickkopffalter, Carcharodus alceae


Diese kleine Art ist dunkelbraun mit einer zarten Zeichnung.

Die „Nachtfalter“ werden auf einer eigenen Seite behandelt. Dabei ist zu beachten, dass einige „Nachtfalter“ tagsüber aktiv sind, so das Taubenschwänzchen.

Schmetterlingshafte

Es gibt einige Insekten, die nicht zu den Schmetterlingen gehören, diesen aber auf den ersten Blick ähnlich sehen, so die zu den Netzflüglern gehörenden Schmetterlingshafte.


Der Schmetterlingshaft Libelloides lacteus sieht auf den ersten Blick einem Schmetterling ähnlich.

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