Fliegen

Die Fliegen formen gemeinsam mit den Mücken die Ordnung der Zweiflügler (Diptera), die etwa 160.000 Arten umfasst. Im Gegensatz zu den meisten anderen Insekten besitzen die Zweiflügler, wie der Name sagt, nur zwei Flügel; das hintere Flügelpaar ist zu sogenannten Halteren zurückgebildet, kleinen, keulenförmigen Schwingkölbchen, die der Stabilisierung des Fluges dienen. Bei manchen Fliegen wie den Echten Fliegen und den Raupenfliegen ist am Hinterrand des Flügels nah am Ansatz ein sogenanntes Flügelschüppchen (Calypter) ausgebildet, das die Halteren bedeckt.


Bei dieser Buckeltanzfliege sind die hellgelben Schwingkölbchen gut zu sehen.

Die Fliegen besitzen meist große, gut ausgebildete Augen. Ihre Fühler sind ungewöhnlich: Sie sind kurz und keulenförmig mit einer feinen, seitlich abgehenden Borste (Arista). Die Mundwerkzeuge sind leckend-saugend oder stechend-saugend. Die Fliegen tragen am Kopf, am Körper und an den Beinen auffällige, kräftige Borsten, die ebenso wie die Aderung der durchsichtigen Flügel für die Bestimmung und systematische Einordnung wichtig sind. Sie haben viele unterschiedliche Lebensweisen entwickelt und alle Lebensräume der Erde erobert. Es handelt sich um eine sehr erfolgreiche Tiergruppe, die oft in hohen Zahlen auftritt. Es gibt räuberische Arten, Pflanzenfresser sowie parasitisch lebende Arten. Fliegen zeigen eine holometabole Entwicklung mit einem Puppenstadium. Die Larven besitzen keine Beine und keine Kopfkaspel (Maden).


Raubfliegen bei der Paarung: die Fliegen sitzen aufeinander und legen die Hinterleibsspitzen aneinander, wobei die Samenpakete auf das Weibchen übertragen werden, das sie längere Zeit „aufbewahren“ kann, bis sie die Eier legt.


Schwebfliege bei der Eiablage

Für den Menschen sind viele Fliegen als Schädlinge von Bedeutung, beispielsweise leben die Larven mancher Arten in Obst, oder sie sind Aasfresser und gehen auch an Fleisch. Andere Arten saugen Blut an Menschen und Tieren, wobei sie in vielen Fällen, wie bei der afrikanischen Tsetse-Fliege, gefährliche Krankheiten übertragen können.

Wie die meisten Insekten sind viele Fliegen sehr schwer zu bestimmen. Es gibt oft mehrere sehr ähnliche Arten, und eine korrekte Bestimmung ist meist nur am toten Tier mithilfe einer mikroskopischen Untersuchung möglich. Ich habe die hier vorgestellten Arten so gut ich konnte nach meinen (nicht sehr umfassenden) Bestimmungsbüchern und mit Hilfe der im Internet zu findenden Informationen identifiziert; ich bin aber kein Spezialist und kann (wie immer) nicht für die Richtigkeit garantieren. Für die Bestimmung mehrere Arten danke ich dem Bestimmungsforum der Webseite Entomologie.de.

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Echte Fliegen, Muscidae

Stubenfliege, Musca domestica

Die Stubenfliege ist eines der häufigsten und gewöhnlichsten Tiere. Sie gehört zur Familie der Echten Fliegen und kommt überall auf der Welt vor – insbesondere in der Nähe der Menschen. Die erwachsenen Tiere ernähren sich von Flüssigkeiten oder feinen Feststoffen, die mit dem Saugrüssel aufgetupft werden. Die Larven leben an Mist, Kompost, Kot oder verwesendem Pflanzenmaterial. Die Entwicklungszeit der Stubenfliege ist extrem kurz. Unter günstigen Bedingungen vergehen von der Eiablage bis zur Verpuppung nur 7 Tage, und schon nach 3 Tagen können sich die adulten Tiere wieder verpaaren. So schafft es die Stubenfliege auf bis zu 15 Generationen pro Jahr. Das Weibchen legt alle 3 bis 4 Tage bis zu 400 Eier. Bei günstigen Umweltbedingungen können die Fliegen sehr schnell sehr viele Nachkommen produzieren, auch wenn die erwachsenen Tiere nur wenige Wochen leben.

Die Stubenfliege kann eine Reihe von Krankheiten auf den Menschen übertragen, was daran liegt, dass sie sich sowohl auf Exkremente setzt, als auch auf verwesendes Fleisch, als auch an Wunden. Die Übertragung der Erreger erfolgt vor allem durch die Ausscheidungen der Fliege.


Die allbekannte Stubenfliege besitzt große braunrote Komplexaugen, einen schwarz und grau längsgestreiften Körper und gelbliche Flecken an den Flügelbasen.


Hier sieht man die leckend-saugenden Mundwerkzeuge mit ihrem kissenartigen „Tupfer“, mit dem die Fliege Flüssigkeiten und feine Feststoffe aufnimmt.

Fleischfliegen, Sarcophagidae

Es gibt etwa 2.500 Fleischfliegen-Arten, die sich alle ziemlich ähnlich sehen; die Unterscheidung der Arten ist sehr schwierig. Die adulten Fleischfliegen leben von Pflanzensäften und lecken beispielsweise an Obst oder an austretendem Baumsaft. Die Larven haben im Gegensatz dazu sehr unterschiedliche Ernährungsweisen entwickelt: Manche Arten ernähren sich räuberisch, andere leben von Aas, manche von Dung, und viele weitere leben als Parasiten an den unterschiedlichsten Tieren.

Fleischfliege, Sarcophaga spec.


Die Fleischfliegen sind mit etwa 1,5 cm deutlich größer als die Stubenfliegen und ihre Augen haben einen größeren Abstand voneinander. Der Hinterleib mit seinen langen Borsten trägt ein schwarzgraues Schachbrettmuster.


Auf diesem Foto kann man gut die keulenartigen Fühler der Fliegen mit ihrer feinen, in der Mitte entspringenden Borste erkennen sowie die Haftlappen an der Füßen, die der Fliege ermöglichen sich an sehr glatten oder überhängenden Stellen festzuhalten.


Es gibt viele Fleischfliegen-Arten, die sich sehr ähnlich sehen.

Schmeißfliegen, Calliphoridae

Die Familie der Schmeißfliegen umfasst etwa 1.000 Arten, von denen viele recht groß werden. Der Körper ist meist metallisch blau, grün oder goldgrün. Die adulten Tiere sind Blütenbesucher und nehmen Nektar, Pollen oder Pflanzensäfte auf. Die Larven leben auf Aas und auf Kot; außerdem gibt es einige Arten, die parasitisch an Wirbeltieren leben, z.B. in Wunden. Aufgrund von für den Menschen schädlichen Stoffen, die die Larven ins Fleisch abgeben, und aufgrund der Mikroorganismen, die sie übertragen können, ist von Schmeißfliegen befallenes Fleisch nicht mehr zum Verzehr geeignet.

Schmeißfliege, Calliphora vicina


Die Schmeißfliege Calliphora vicina besitzt einen metallisch-bläulichen Hinterleib; der Thorax ist blaugrau. Die großen Komplexaugen berühren sich auf der Stirn fast.

Goldfliege, Lucilia spec.

Die Gattung der Goldfliegen gehört ebenfalls zu den Schmeißfliegen. Sie umfasst zahlreiche, oft weit verbreitete und häufige Arten, die sich oft so ähnlich sind, dass eine sichere Bestimmung nur anhand mikroskopischer Merkmale möglich ist. Charakteristisches Merkmal der Goldfliegen ist der metallisch goldgrün gefärbte Körper. Sie leben bevorzugt in der Nähe des Menschen und legen die Eier an rohes Fleisch und an Aas, aber vor allem in Wunden, wo sich die Maden vom absterbenden Gewebe ernähren. Manche Arten sind auf diese Weise wichtige Schädlinge, besonders in der Schafzucht. Das Problem sind dabei nicht so sehr die Maden selbst, sondern die Krankheiten, die die Maden sowie auch die erwachsenen Fliegen übertragen können (beispielsweise Cholera und Typhus).


Die metallisch grünen Goldfliegen legen ihre Eier an Aas und in Wunden und sind als Krankheitsüberträger gefürchtet.


Es treten deutlich unterschiedlich große Exemplare dieser Art auf; die Größe variiert zwischen etwa einem halben und einem Zentimeter.

Stomorhina lunata

Auch diese Fliege gehört zu den Schmeißfliegen. Sie ist kleiner als die vorige Art und hält die Flügel nicht wie die meisten Fliegen gespreizt, sondern übereinander liegend. Die Komplexaugen tragen charakteristische schillernde Streifen. Der Vorderkörper trägt dunkle Längsstreifen, während der Hinterkörper bei den Männchen schwarz-gelb, bei den Weibchen schwarz-grau quergestreift ist.

Diese Art ist in Europa, Nordamerika, Nordafrika und Asien weit verbreitet. Die nördlicheren Populationen wandern im Winter nach Süden. Die adulten Tiere besuchen Blüten und ernähren sich von Pollen und Nektar, während die Larven von Insekteneiern leben, vor allem von Heuschrecken, so dass die Art für den Menschen nützlich ist.
Für die Bestimmung dieser Art danke ich dem Bestimmungsforum der Webseite Entomologie.de.


Diese eher unauffällig gefärbte Fliege (hier ein Weibchen) ist an der charakteristischen Streifung der Komplexaugen sowie des Körpers zu erkennen.

Schwebfliegen, Syrphidae

Die Schwebfliegen sind mit etwa 6.000 Arten eine große Familie. Sie sehen recht unterschiedlich aus; es gibt beispielsweise Arten, die Bienen, Wespen oder Hummeln nachahmen. Alle Schwebfliegen haben die Angewohnheit und Fähigkeit auf der Stelle zu schwirren und tun das oft, wenn sie Blüten besuchen. Die erwachsenen Tiere ernähern sich von Pollen und Nektar. Sie besitzen keinen Wehrstachel, aber viele Arten versuchen eventuelle Fressfeinde durch eine wespenähnliche Warnfärbung abzuschrecken.

Blasenköpfige Schwebfliege, Scaeva pyrastri

Diese Art ist bei uns recht häufig anzutreffen. Sie ist in Europa, Asien und Nordamerika weit verbreitet.


Diese kleine Schwebfliege, vermutlich die Art Scaeva pyrastri, zeigt eine abschreckende Färbung mit weißen, wespenähnlichen Streifen.


Hier Scaeva pyrastri im typischen Schwirrflug der Schwebfliegen.


…und noch einmal, hier von der Seite.

Gemeine Feldschwebfliege, Eupeodes corollae

Auch diese Schwebfliegen-Art ist in Europa, Asien und Nordamerika weit verbreitet und häufig. Die Larven ernähren sich von Blattläusen.


Diese Art trägt gelbe Streifen auf dem Hinterleib. Während diese bei den Weibchen der in der Mitte unterbrochen sind, ähnlich wie bei der Blasenköpfigen Schwebfliege, sind die beiden Hälften bei den Männchen wie hier zu sehen durch einen schmalen gelben Steg verbunden.

Mondfleck-Feldschwebfliege, Eupeodes luniger


Die Mondfleck-Feldschwenfliege ist der vorigen Art sehr ähnlich, außer dass die gelben Streifen auf dem Hinterleib in der Mitte getrennt sind. Wie bei der Blasenköpfigen Schwebfliege sind die vordersten Streifen gerade und die hinteren gebogen.

Hain-Schwebfliege, Episyrphus balteatus

Die Hain-Schwebfliege mit ihrer typischen Streifung auf dem Hinterleib ist in Europa eine der häufigsten Schwebfliegen-Arten. Sie wandert im Herbst in großen Zahlen in den Mittelmeerraum. Die Larven fressen große Mengen an Blattläusen, so dass die Art auch in der biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt wird.


Die Hain-Schwebfliege ist gut an der charakteristischen Streifung des Hinterleibs zu erkennen.

Eristalis spec.

Diese mit gut einem Zentimeter auffällig große Schwebfliege gehört zur Gattung Eristalis; die Artbestimmung ist schwierig, unter anderem weil die Färbung recht variabel ist.


Bei dieser großen Eristalis-Art sieht man gut die charakteristische Flügeläderung vieler Schwebfliegen mit einer stark geschwungenen Ader in der Nähe der Flügelspitze.

Totenkopf-Schwebfliege, Myathropa florea

Diese große Schwebfliegen-Art ist in ganz Europa und großen Teilen von Asien und Nordafrika verbreitet und häufig.


Die Totenkopf-Schwebfliege hat ihren Namen von der Zeichnung auf dem Thorax erhalten, die entfernt an einen Totenkopf erinnert. Der schwarze Hinterleib trägt seitliche gelbe Flecken. Anders als viele andere Schwebfliegen zeigt diese Art auch am Hinterleib eine deutliche gelbe Behaarung. Die Flügel sind leicht braun getönt.

Gemeine Stiftschwebfliege, Sphaerophoria scripta

Die Larven dieser kleinen, schlanken Schwebfliege ernähren sich von Blattläusen. Diese in Europa und Asien auftretende Art zeigt Wanderbewegungen.


Das Männchen der Gemeinen Stiftschwebfliege besitzt einen schmalen, am Ende leicht keulenförmigen und nach unten gebogenen Hinterleib. Der Thorax ist bronzefarben mit undeutlichen Längsstreifen, der Hinterleib trägt eine kräftige schwarz-gelbe Querstreifung. Die gelben Beine sind recht lang.


Die Weibchen besitzen einen zugespitzten Hinterleib. Auch bei ihnen ist die Querstreifung des Hinterleibs kontrastreich und auffällig.


Man sieht das Weibchen öfter auch mit nach unten gekrümmten Hinterleib sitzen.

Kleine Mistbiene, Syritta pipiens

Die Kleine Mistbiene ist entgegen des Namens keine Biene, sondern eine Schwebfliege. Sie besitzt verdickte Oberschenkel an den Hinterbeinen; der Körper ist recht schmal und bräunlich. Die Kleine Mistbiene ist in Europa sehr häufig. Die adulten Tiere leben von totem Pflanzenmaterial und besuchen Blüten; die Larven leben in Kompost, Mist und Dung.


Die Kleine Mistbiene ist leicht an den verdickten Oberschenkeln der Hinterbeine zu erkennen, die an der Unterseite kleine Dornen tragen. Der Thorax ist kräftig braun gefärbt; der Hinterleib ist dumpf orange mit dunkleren Streifen.


Kleine Mistbiene im Flug. Wie ihr Name sagt ist die Kleine Mistbiene sehr klein.


Hier sieht man noch einmal die verdickten Hinterbeine. Dieses Exemplar besitzt weißliche Streifen, nicht orangegelbe.

Bienenschwebfliege, Brachypalpus spec.


Bei dieser Schwebfliege handelt es sich vermutlich um eine Angehörige der Gattung Brachypalpus, die im Aussehen mit ihrem behaarten Körper eine Biene nachahmen. Charakteristisches Merkmal sind außerdem die verdickten Oberschenkel insbesondere der Hinterbeine.

Raupenfliegen, Tachinidae

Die Raupenfliegen sind eine der artenreichsten Familien innerhalb der Fliegen. Sie tragen häufig auffällige Borsten. Die Larven der Raupenfliegen leben parasitierend auf anderen Insektenlarven, vor allem auf den Raupen von Schmetterlingen oder Pflanzenwespen, seltener auf Käferlarven. Manche Arten sind auf eine einzige Wirtsart spezialisiert, andere parasitieren auf vielen verschiedenen Wirtsarten, die aber manchmal auf einer einzigen Pflanzenart leben. Die adulten Tiere besuchen Blüten und ernähren sich von Nektar und Pollen.

Aufgrund ihrer parasitierenden Lebensweise eignen sich viele Raupenfliegen gut zur biologischen Schädlingsbekämpfung und man hat in mehreren Fällen die Schäden durch eine auf einen anderen Kontinent eingeschleppte Schmetterlingsart durch die Einführung der passenden Raupenfliege wirksam eindämmen können.

Igelfliege, Tachina fera


Die Igelfliege ist nach ihren besonders langen Borsten benannt. Die Larven parasitieren an den Raupen verschiedener Eulenschmetterlinge.

Ectophasia leucoptera?

Bei dieser mit gut 1 cm Körperlänge auffällig großen und robusten Fliege mit schräg abstehend gehaltenen Flügeln handelt es sich um eine Raupenfliege der Unterfamilie Phasiinae, vermutlich aus der Gattung Ectophasia. Die Maden dieser Gruppe leben überwiegend parasitisch an Wanzen. Die Musterung der Flügel ähnelt der von Ectophasia leucoptera; trotzdem kann die Bestimmung nicht als sicher gelten. Auffällig sind ferner der leuchtend orangerote Hinterleib und die orangerote Augen.
Für die Einordnung dieser Art danke ich dem Bestimmungsforum der Webseite Entomologie.de.


Diese auffällige, große, schön gefärbte Raupenfliege gehört vermutlich der Gattung Ectophasia an.

Ectophasia oblonga


Ectophasia oblonga ist an der dunklen Querbinde auf den Flügeln und dem überwiegend orangen Hinterleib zu erkennen.


Diese Art ist in ihrer Färbung recht variabel, das macht die Bestimmung schwierig. Hier ein Exemplar mit viel schwarz am Hinterleib.

Labigastera forcipata?

Auch diese Fliege gehört zu den Raupenfliegen. Vermutlich handelt es sich um die Art Labigastera forcipata.


Labigastera forcipata trägt wie viele Raupenfliegen lange Borsten am Körper. Sie besitzt einen schwarz glänzenden Körper mit einer bläulichen Bereifung auf dem eher schmalen Hinterleib. Die Flügel zeigen einen gelblichen Fleck am Ansatz (hier nicht gut zu sehen) und ein auffälliges weißes Flügelschüppchen (Calypter).

Gymnosoma rotundatum

Wie ihr wissenschaftlicher Name wiedergibt ist diese Raupenfliege nicht auffällig behaart oder beborstet.


Die hübsche Gymnosoma rotundatum mit dem runden, leuchtend orangefarbenen Körper trägt im Gegensatz zu fast allen andere Raupenfliegen keine langen Haare oder Borsten. Die Larven parasitieren in Baumwanzen, wobei das Wirtstier aber normalerweise überlebt.

Raubfliegen, Asilidae

Bei den Raubfliegen handelt es sich mit weltweit gut 7.000 Arten um eine recht große Familie. Während sie im Aussehen recht variabel sind, haben alle Raubfliegen die räuberische Lebensweise gemein: Sie erbeuten auf libellenartige Weise andere Insekten im Flug. Dazu benötigen sie nicht nur kräftige, lange Flügel, sondern auch große, leistungsfähige Augen. Die Fliege sitzt auf einem exponierten Sitzplatz und beobachtet die Umgebung. Wenn sie ein Beutetier sichtet, fliegt sie auf und fängt es im Flug mit den Beinen. Dann sticht sie es mit ihrem Saugrüssel an, injiziert ein tödliches Gift und Vedauungsflüssigkeit und saugt das Insekt danach aus. Die Raubfliegen können Insekten erbeuten, die deutlich größer sind als sie selbst, einschließlich Käfern mit sehr harten Panzern. Ihre Larven leben im Boden, oft in recht tiefen Schichten. Deswegen ist über sie nicht viel bekannt, außer dass auch sie sich räuberisch ernähren, wobei sie vor allem andere Insektenlarven erbeuten. Die Raubfliegen kommen in vielen unterschiedlichen Lebensräumen vor, sind aber in offenen und trockenen Gebieten am häufigsten. Hier könnte es sich um die Art Tolmerus atricapillus oder eine andere Art dieser Gattung handeln.

Schlichte Raubfliege, Machimus rusticus ?

Bei dieser bei uns häufigen Raubfliege handelt es sich vermutlich um die Schlichte Raubfliege. Die Artunterscheidung ist jedoch schwierig.


Die Schlichte Raubfliege trägt am Kopf und Thorax lange gelbe Haare. An den Beinen sitzen kräftige Borsten. Der Thorax ist wie bei vielen Raubfliegen auffällig dick, wohl wegen der kräftigen Bein- und Flugmuskulatur, die dieser geschickte Jäger braucht.

Gemeiner Strauchdieb, Neoitamus cyanurus

Der Gemeine Strauchdieb ist bei uns seltener als die Schlichte Raubfliege und erscheint später im Frühling. Die Beine sind bei dieser Art rötlich, die Behaarung des Körpers ist schwarz. Die Larven leben räuberisch im Boden.


Das Weibchen des Gemeinen Strauchdiebs besitzt einen lang ausgezogenen, schmal zugespitzten Hinterleib.


Beim Männchen ist das Hinterende seitlich abgeplattet und spatelförmig nach oben gebogen. Diese Form des Hinterleibs dient dem Festhalten des Hinterleibs des Weibchens bei der Paarung.


Hier saugt die Raubfliege gerade mit ihrem Stechrüssel eine Stubenfliege aus.


Raubfliegen können sehr große Beutetiere überwältigen – wie hier eine Bergzikade, die etwa genauso groß ist wie die Raubfliege selbst.

Schwarze Habichtsfliege, Dioctria atricapilla


Die Schwarze Habichtsfliege ist bei uns viel seltener als die beiden vorigen Raubfliegen-Arten. Ihr fehlt deren charakteristischer Buckel, so dass sie mehr wie eine „normale“ Fliege aussieht. Sie ist gänzlich schwarz gefärbt. Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass diese Raubfliege ein kleines Insekt erbeutet hat und aussaugt.

Schweber, Bombyliidae

Die gedrungenen, oft stark behaarten Schweber erinnern teilweise eher an Hummeln. Ihr auffälligstes Kennzeichen ist ihr charakteristischer, langsamer Schwirrflug, bei dem sie oft auf der Stelle stehen. Im Sitzen werden die Flügel in einem Winkel abgespreizt gehalten. Die Erwachsenen ernähren sich von Nektar und Pollen. Oft schweben sie dabei im Schwirrflug vor der Blüte, aus der sie saugen. Die Larven leben parasitisch vor allem an den Larven von Hautflüglern, teilweise auch an Fliegen, Heuschrecken oder Schmetterlingen. Das erste Larvenstadium sucht die Wirtslarve oft aktiv auf; spätere Larvenstadien haben keine Beine.

Weltweit sind bislang etwa 5.000 Schweber-Arten in über 200 Gattungen beschrieben worden. Die Schweber treten meist nur in geringen Individuen-Zahlen auf und zählen zu den wenig auffälligen Insektengruppen, so dass wir über viele Arten und Gattungen noch nicht viel wissen. Im Mittelmeergebiet treten zahlreiche Arten auf; die Bestimmung ist allerdings oft sehr schwierig. Bei uns kann man in Frühling und Sommer eine ganze Reihe von Schwebern antreffen. Meist sitzen sie nicht auf Blüten sondern auf dem Boden, wo man sie leicht übersehen kann. Außer dem sehr häufigen und auffälligen Kleinen Wollschweber sieht man die meisten Arten eher selten.

Kleiner Wollschweber, Bombylius minor


Die Wollschweber sehen aufgrund des runden Körpers und der langen Behaarung etwas hummelähnlich aus.


Bei uns im Garten ist der Kleine Wollschweber im Frühling sehr häufig.


Mit ihrem langen, auch im Fliegen vorgestreckt gehaltenen Rüssel saugen die Wollschweber im Flug oder sitzend an Blüten.


Ein Kleiner Wollschweber im Landeanflug an seiner Lieblingsblume bei uns im Garten, der Kamille. Im Fliegen werden die Hinterbeine wie hier zu sehen auf charakteristische Weise nach oben hinten abgespreizt. Die Wollschweber fliegen sehr langsam und mit gleichbleibender Geschwindigkeit von einer Blüte oder Pflanze zur anderen. Dadurch kann man sie sehr gut beobachten. Wenn man ein bisschen Geduld aufwendet und sich ebenfalls langsam bewegt, kann man sich ihnen leicht annähern.

Hemipenthes spec.

Die artenreiche Gattung Hemipenthes ist auf der Nordhalbkugel weit verbreitet. Die Larven leben als Hyperparasiten, d.h. sie leben von den Larven der Raupenfliegen, die ihrerseits in Schmetterlingsraupen parasitieren.


Bei diesem Schweber handelt es sich vermutlich um eine Hemipenthes-Art. Die Flügel sind in der vorderen Hälfte dunkel, hinten durchsichtig. Der längliche Körper ist schwarz mit einer bleigrauen Hinterleibsspitze.

Heteralonia megerlei


Diese kleine Art besitzt dunkle Flügel mit einer kleinen hellen Spitze und einem weiteren charakteristisch geformten hellen Mal etwa auf der Hälfte des Flügels.


Bei dieser Art sind ebenso Flügel wie auch der Körper überwiegend dunkel gefärbt.

Exoprosopa jacchus?

Die Flügel der Vertreter der Gattung Exoprosopa sind dunkelbraun mit durchsichtigen Flecken. Wie bei allen Schwebern leben die Larven parasitisch. Exoprosopa jacchus ist im Mittelmeerraum verbreitet. Die sehr ähnliche Art Exoprosopa pandora kann man nur anhand des Aufbaus der Geschlechtsorgane unterscheiden. Exoprosopa jacchus gehört mit gut 1,5 cm Körperlänge zu den größeren Schwebern. Diese Art kommt im Frühsommer in der Phrygana vielerorts häufig vor. Sie setzt sich meist auf Pflanzen, seltener auf den Boden.


Exoprosopa jacchus besitzt einen dunkelbraunen Körper und dunkelbraun getönte Flügel mit helleren Flecken, die ein charakteristisches Muster bilden. Es gibt weitere ähnliche Arten, die schwer zu unterscheiden sind.


Hier bei der Paarung. Wie hübsch sie so aussehen! Auf diesem Foto kann man auch die Zeichnung des Körpers mit weißen Streifen und Flecken gut erkennen.


Hier ist die charakteristische Aderung und Zeichnung der Flügel noch einmal gut sichtbar.

Cytherea obscura?

Bei diesem Schweber handelt es sich vermutlich um Cytherea obscura. Auch diese Art wird recht groß (etwa 1,5 cm) und ist in der Phrygana nicht selten; sie ist aber wegen ihrer unauffälligeren Färbung leichter zu übersehen.


Cytherea obscura sitzt wie die meisten Schweber am liebsten auf dem Boden, wo sie vergleichsweise schwer zu entdecken ist.


Hier auf einer Blüte. Die Zweiteilung der Flügelfärbung ist bei dieser Art weniger klar abgegrenzt; der getönte Bereich ist nur zart braun, nicht schwarz gefärbt.


Hier noch ein Exemplar. Auffällig ist das weiße Gesicht. Auf den Flügeln sind drei kleine dunklere Flecken erkennbar.

Satyramoeba hetrusca

Dieser auch unter dem Namen Spongostylum etruscum bekannte Schweber ist mit gut 2 cm Körperlänge sehr groß und auffällig. Man kann ihn gelegentlich im Frühsommer sehen.


Satyramoeba hetrusca ist bei uns mit Abstand der größte Schweber. Der Körper ist schwarz gefärbt mit kleinen weißen Fleckchen auf dem Abdomen. Die Flügel weisen im vorderen Bereich eine leichte Brauntönung auf.

Villa spec.

Die Angehörigen der Gattung Villa sind meist überwiegend bräunlich gefärbt und tragen Querstreifen auf dem Abdomen. Die Flügel sind nur im vorderen Bereich leicht bräunlich getönt. Auch an der genauen Art der Flügeladerung kann die Gattung erkannt werden.


Hier ein sehr kleiner Vertreter der Gattung Villa mit einem gestreiften, lang hellbraun behaarten Hinterleib.


Dieser Schweber der Gattung Villa hält seinen quergestreiften Hinterleib auf charakteristische Weise leicht nach oben gebogen.


Hier ein Exemplar mit einer noch kontrastreicheren Färbung. Um welche Art es sich handelt, muss leider offen bleiben.

Dickkopffliegen, Conopidae

Wie der Name sagt, zeichnen sich die Dickkopffliegen oder Blasenkopffliegen durch ihren dicken, rundlichen Kopf aus. Ansonsten ist der Körperbau recht verschiedenartig. Manche Arten sehen wespenähnlich aus. Die Dickkopffliegen legen ihre Eier im Flug an andere Insekten, vor allem an Hautflügler (Hummeln und Wespen) und Heuschrecken, in denen die Larven als Parasiten leben, was zum Tod des Wirtstieres führt.

Dunkle Stieldickkopffliege, Physocephala rufipes?


Diese Dickkopffliege sieht auf den ersten Blick eher wie eine Wespe aus. Sie besitzt jedoch – wie alle Fliegen – nur ein Flügelpaar. Am dicken Kopf sitzen zwei dünne, keulenförmige Fühler; außerdem sieht man den schräg nach vorn stehenden Rüssel. Beine und Körper sind schwarz und rotbraun gefärbt, Stirn und Vorderkopf dagegen gelb. Der vordere Teil der Hinterleibs ist wespenähnlich schmal. Die Flügel tragen eine braune Musterung. Es handelt sich vermutlich um die Art Physiocephala rufipes.

unbestimmte Dickkopffliege


Hier noch eine unbestimmte Dickkopffliegen-Art. Die Flügel sind nur ganz schwach gefärbt. Man sieht die kräftigen, spießartig vorstehenden Fühler. Der wie bei den meisten Dickkopffliegen nach unten gekrümmt gehaltene Hinterleib ist grau und bläulich gestreift; die Beine sind rötlich.

Hornfliegen, Sciomyzidae

Die Hornfliegen kommen meist in feuchten Gebieten vor. Die Larven parasitieren auf Schnecken. Sie sind mit gut 500 Arten weltweit verbreitet, gehören aber zu den unauffälligeren und weniger bekannten Fliegengruppen.

„Schneckenfliege“, Pherbellia spec.


Die Schneckenfliege besitzt recht lange Beine und einen eher dicken Körper. Der Thorax ist grau gefärbt mit schwachen Längsstreifen und langen Borsten, der Hinterleib ist bräunlich. Man sieht die charakteristische Kopfform. Die Augen stehen weit auseinander, die Stirn ist rot. Unterhalb der Flügel erkennt man die kleinen keulenförmigen, gelben Halteren.


Hier erkennt man die Flügeladerung mit zwei kräftigeren Markierungen und die breite rote Stirn.

Bohrfliegen, Tephritidae

Olivenfliege, Bactrocera oleae

Die Olivenfliege gehört zu den mit den Taufliegen verwandten Bohrfliegen, bei denen es sich um hübsche, meist kleine Fliegen mit gestreiften Flügeln oder auffälligen Mustern auf Hinterleib und Hals handelt. Sie haben als Erwachsene nur eine Lebensdauer von ein paar Tagen. Die Maden leben in Pflanzen, oft in Früchten, wo sie einen bedeutenden Schaden an der Ernte anrichten können. Die Olivenfliege ist ein bedeutender Schädling im Mittelmeergebiet. Ihre Maden leben in den Oliven. Bei starkem Befall wird die Qualität des Öls beeinträchtigt: der Säuregehalt steigt. Wenn man die Fliege nicht bekämpft, geht die Ernte oft völlig verloren. Die Olivenfliege vermehrt sich insbesondere im Herbst, wenn die Oliven bald reif sind; hohe Temperaturen im Sommer schränken dagegen die Vermehrungsrate der Fliegen deutlich ein.

Früher wurde die Olivenfliege durch großflächiges Spritzen der Bäume mit Gift eingedämmt; heute kann man einen nicht zu starken Befall auch durch das rechtzeitige Aufhängen von Lockstoff-Fallen und durch kleinräumiges Spritzen (nicht auf die Oliven selbst) von mit Lockstoff versetztem Gift bekämpfen.


Die Olivenfliege Bactrocera oleae besitzt im Gegensatz zu vielen Vertretern der Bohrfliegen ungemusterte, durchsichtige Flügel, trägt aber eine auffällige Färbung auf dem Körper.

Olive mit Olivenfliegen-Schaden
An den befallenen Oliven sieht man die Einstichstelle, wo das Weibchen das Ei in die Olive gelegt hat; um sie herum bildet sich oft ein charakteristischer rotbrauner Ring. Aus dem Ei schlüpft schon nach zwei, drei Tagen (bei kühleren Temperaturen nach 10 Tagen) die kleine Made.


Die Made frisst sich durch das Fruchtfleisch der Olive, das dadurch stark an Qualität leidet. An der mittleren Olive sieht man die Stelle, an der die Made vor der Verpuppung die Olive verlassen hat.


Die Puppen fallen auf den Boden, und schon nach wenigen Tagen schlüpfen die jungen Fliegen. Die Puppen sind bei den Ameisen sehr beliebt, die sie fleißig in ihre Nester tragen.


Frisch geschlüpfte Olivenfliegen. Durch die schnelle Entwicklung der Fliege kann die Population unter günstigen Bedingungen zur Reifezeit der Oliven regelrecht explodieren.

Sphenella marginata

Hier eine weitere kleine Bohrfliege. Wie viele Bohrfliegen zeigt auch diese Art eine Musterung auf den Flügeln. Bei allen Bohrfliegen leben die Larven in Pflanzengewebe, wobei viele Arten die Bildung von Gallen hervorrufen. Sphenella marginata lebt am Gewöhnlichen Greiskraut.


Noch eine kleine Bohrfliege mit einer charakteristischen Musterung auf den Flügeln.

Halmfliegen, Chloropidae

Die Halmfliegen sind sehr kleine Fliegen, meist nur 2 mm groß, die aber oft in großen Mengen auftreten. Sie leben vor allem auf Wiesen. Die Larven leben oft in Gräsern oder anderen Pflanzen.

Halmfliege, Chloropinae

Es gibt viele sehr ähnliche Halmfliegen-Arten. Hier handelt es sich vermutlich um eine Art der Gattungen Chlorops oder Thaumatomyia.


Diese nur 2 mm große gelbe Fliege mit ihrer hübschen schwarzen Zeichnung lebt an Gräsern und Sträuchern. Es gibt zahlreiche sehr ähnliche Arten in mehreren Gattungen.

Blumenfliegen, Anthomyiidae

Bei den Blumenfliegen handelt es sich um kleine bis mittelgroße Fliegen, die sich häufig auf Blumen aufhalten und sich als Adulte von Nektar ernähren. Die Larven sind ebenfalls meist phytophag; manche Arten sind bedeutende Pflanzenschädlinge und leben – je nach Art – an den Wurzeln z.B. von Zwiebeln, Kohl oder Bohnen. Die Larven mancher Arten leben jedoch auch parasitisch oder halten sich in Nestern von Wespen oder Bienen auf, wo sie von den Nahrungsvorräten leben.

Blumenfliege, Anthomyia spec.


Die sehr kleine, hübsche Blumenfliege besitzt rote Augen und eine schwarzweiße Musterung auf dem Thorax.


Auch diese kleine Fliege gehört zu den Anthomyiidae – welche Art es ist, kann man leider ohne mikroskopische Untersuchung nicht bestimmen.
Für die Bestimmung dieser Art danke ich dem Bestimmungsforum der Webseite Entomologie.de.

Tanzfliegen, Empididae

Die Tanzfliegen sind kleine, unauffällige Fliegen mit langen Beinen. Sie leben räuberisch und fangen oft auch deutlich größere Beute als sie selbst. Einige Arten ernähren sich von Pollen und Nektar. Die Nahrung wird mit einem Saugrüssel aufgenommen. Zur Paarung fliegen die Tanzfliegen in kleine Schwärmen „tanzend“ in der Luft; wobei diese Gruppen nur aus Männchen oder nur aus Weibchen bestehen und dann jeweils von Individuen des anderen Geschlechts besucht werden. Oft überreichen die Männchen den Weibchen ein Beutetier als Paarungsgeschenk, was besondere bei den räuberischen Arten durchaus berechtigt ist, da Kannibalismus vorkommen kann. Auch bei manchen vegetarisch lebenden Arten geben die Männchen den Weibchen ein Geschenk, das von diesen nicht „genutzt“ wird – es wird gegebenenfalls von den Männchen für mehrere Paarungen verwendet. Die Larven leben räuberisch von anderen Insektenlarven, entweder in Wasser oder im Boden.

Empis spec.


Bei dieser kleinen Fliege mit langen, dünnen Beinen handelt es sich vermutlich um eine Angehörige der Gattung Empis.

Buckeltanzfliegen, Hybotidae

Die Buckeltanzfliegen sind mit den Tanzfliegen verwandt, unterscheiden sich aber an der buckelartigen Körperform. Die Beine sind lang und kräftig. Auffällig sind die hellgelben Schwingkölbchen (die zurückgebildeten Hinterflügel). Die Buckeltanzfliegen leben räuberisch und jagen ihre Beute größtenteils zu Fuß. Sie halten sich meist in der Vegetation auf. In den meisten Gebieten kommen recht viele Arten in geringer Individuenzahl vor, aber meist werden sie wegen ihrer versteckten Lebensweise übersehen.


Die Buckeltanzfliege ist an ihren langen, kräftigen Beinen, dem buckelförmigen Thorax und dem deutlichen Hals zu erkennen. Ihre Schwingkölbchen sind ungewöhnlich gut zu sehen. Eine Bestimmung der Art oder auch nur der Gattung ist leider nicht möglich.

Langbeinfliegen, Dolichopodidae

Die kleinen Langbeinfliegen leben räuberisch von anderen Insekten. Sie besitzen lange Beine und große Augen und haben oft eine leicht metallische Färbung. Ihre Haltung ist ungewöhnlich: Sie stehen sehr aufrecht.

Langbeinfliege, Medetera spec.

Die Larven der Gattung Medetera leben von in Rinde bohrenden Käferlarven. Obwohl es zahlreiche Arten gibt, werden die Langbeinfliegen wegen ihrer Kleinheit meist übersehen.


Die Langbeinfliegen der Gattung Medetera werden meist übersehen, da sie nur wenige mm groß sind. Sie sind an ihrer charakteristischen aufrechten Haltung und ihrer merkwürdigen Kopfform erkennbar.


Diese Fliegen ernähren sich räuberisch von kleinen Insekten.

Die Kamelhalsfliegen, Ordnung Raphidioptera werden auf einer eigenen Seite behandelt, ebenso die Florfliegen, die zu den Netzflüglern gehören.

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