Durch die Wunderwelt der Felsküste

Wenn man von den Ferienhäusern die Küste entlang nach Norden wandert, kann man an der Felsküste die erstaunlichsten Dinge entdecken, sowohl an Felsformationen als auch an Organismen des Gezeitenbereiches. Besonders lohnend ist ein solcher Spaziergang bei Windstille, wenn man gut in das Wasser hineinschauen kann. Jedes Mal wird man mit ein bisschen Glück interessante Meerestiere beobachten können.

Durch Anklicken der Bilder kommt man zur Seite, auf der ich die jeweiligen Organismen etc genauer beschreibe.


Blick von der Kapelle aus nach Norden; etwas links von der Bildmitte sind die Süßwasserquellen zu erkennen.


An der kleinen Kapelle Ágios Dimítris sprudeln starke Süßwasserquellen im Meer hervor.


In der kleinen Bucht Firolimnári türmt sich am Strand meterhoch das Seegras auf, das bei den Winterstürmen abgerissen wird.


In den Marmorfelsen kann man hier stellenweise derartige Dendriten (Mineralablagerungen) aus Manganoxid entdecken.


Im flachen Wasser sitzt ein Amphibischer Schleimfisch (Blennius galerita).


Die Mädchen entdecken einen kleinen Tintenfisch zwischen den Felsen.


Es ist ein Gewöhnlicher Krake (Octopus vulgaris). Ich schaffe nur so grade noch dieses Foto zu schießen, bevor er sich davon macht.


Nebenan liegt eine Seegurke, Holothuria forskali.


Benachbart zum Firolimnári liegt diese wunderbare Bucht mit kleinem Sandstrand.


Nördlich davon besteht die Küste teilweise aus betonhart zusammengebackenen Flussablagerungen (Konglomerat).


Irini und Dionysos unter dem Konglomerat.


Auf dem sich anschließenden Landvorsprung gibt es zahlreiche Spalten in den Felsen und Gezeitentümpel.


Auch Dionysos macht das Erkunden der Gezeitenzone Spaß.


Die Felsen der Spritzwasserzone werden von Blaualgen zerfressen, so dass sich oft derartige Löcher bilden, in denen das Wasser stehen bleibt.


In den regelmäßig überschwemmten Löchern wachsen vielerlei Algen, manchmal auch Seeanemonen (so in der Bildmitte).


eine Siebanemone


eine Pferdeaktinie


Genau an der Wasserlinie wachsen widerstandsfähige Algenarten wie hier Fucus virsoides.


Auch verkalkte Rotlagen wie Lithophyllum tortuosum sind hier häufig.


ein im Kalkgestein lebender Schwamm (Cliona celata)


Auf den Felsen oberhalb der Wasserlinie leben zahlreiche Sternseepocken.


eine Felsengarnele (Palaemon elegans)


Hier haben sich etwas größere Löcher in den Felsen gefressen.


Manche der Löcher sind metertief.


Angeliki und Irini im Loch


Weiter nördlich besteht die Küste aus besonders tief zerfurchten, großen Marmorblöcken.


Die zerfressenen Marmorfelsen sind auch hier von unzähligen Organismen bewachsen.


Bis weit oben in die Spritzwasserzone reicht der Belag mit Blaualgen.


Im Blaualgenbelag bilden sich wohl durch das Regenwasser derartige Strukturen.

Fraßspuren von Napfschnecken
Was mag das sein? Durch Anklicken des Bildes kommt man zur Seite mit des Rätsels Lösung.


Horntang


Bohrschwamm und die Rotalge Laurencia obtusa


Braunalgen, Art leider noch unbestimmt


Polysiphonia sertularioides wächst auf so gerade noch überspülten Felsen.


Dasycladus vermicularis findet man dagegen so nah an der Wasseroberfläche nur in besonders schattigen Löchern und Spalten.


Caulerpa racemosa


Der Italienische Taschenkrebs ist scheu, aber mit ein bisschen Glück kann man manchmal einen in einer Felsspalte entdecken.


Häufiger ist die Felsenkrabbe; hier ein von Seepocken besiedeltes Exemplar.

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