Die Höhle Kako Spilaio am Koronos-Berg

Es gibt viele Höhlen auf Naxos, wobei allerdings die meisten unzugänglich, versteckt und auch nur ziemlich klein sind. Am Kóronos-Massiv, dem nördlichen Bergzug der Insel, gibt es eine größere Höhle, das Kakó Spílaio („Schlechte Höhle“). Der Kóronos war im Altertum dem Fruchtbarkeitsgott Dionysos geweiht; er trug den Namen Drios, wie eine antike Inschrift beweist, und wird in vielen Mythen, die sich um Dionysos ranken, erwähnt: Dieser soll hier von den drei naxiotischen Nymphen Koronis, Filia und Kleio aufgezogen worden sein. Dionysos betrachtete Naxos als seine Heimat und den Berg Drios als seine Wohnstätte. In der Antike wurden Dionysos und sein Gefolge in der Höhle verehrt: Man hat in ihr tönerne Statuetten des Gottes Pan und von Nymphen gefunden.


Früher sollen auf dem feuchten Kóronos-Berg große Eichenwälder gewachsen sein. Heute ist die Spitze von einer eigenartigen, stimmungsvollen Heide bewachsen. Auch heute noch strahlt der Ort eine Magie aus, die die Anwesenheit des Fruchtbarkeitsgottes Dionysos, dem der Berg im Altertum geweiht war, nahelegt.


Die Höhle Kakó Spílaio befindet sich in einem steilen Tal nordwestlich der Spitze des Kóronos-Berges; sie liegt etwa in der Mitte dieses Bildes.


Die Höhle liegt am Fuß einer steilen Felswand; der Eingang ist niedrig, wodurch sie aus der Ferne kaum zu sehen ist.


Innen öffnet sich ein großer, niedriger Raum, der von den hier im Sommer Schatten suchenden Schafen und Ziegen tief mit Mist gefüllt ist.

Die Höhle zieht sich hier ziemlich tief in den Berg hinein; sie ist größtenteils sehr niedrig, so dass man gebückt gehen muss.


Durch sehr niedrige Durchgänge kann man, auf dem Bauch kriechend, in weitere größere Räume gelangen.


In den naxiotischen Höhlen leben endemische Höhlenschrecken.


Und Fledermäuse! Es handelt sich vermutlich um Große Hufeisennasen.


Und hier der Blick nach draußen, Richtung Norden.

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