Das byzantinische Naxos

Wenn es um die Geschichte Griechenlands geht, denken die meisten Leute nur an das antike Griechenland und das mit gutem Grund, da Griechenland im Altertum bekanntlich besonders früh eine überragende Kultur entwickelte, die nicht nur alle benachbarten Völker tiefgreifend beeinflusste, sondern der auch unsere gesamte westliche „Zivilisation“ entstammt. Ungerechtfertigter Weise wird dagegen die byzantinische Epoche Griechenlands meist völlig vernachlässigt: Die politische, wirtschaftliche und kulturelle Blüte, die das Byzantinische Reich erreichte, und die Rolle, die es während dieser Zeit für die Bewahrung und Überlieferung der antiken Kultur und für die Entwicklung Europas spielte, wird bis heute wenig beachtet und steht völlig im Schatten der Aufmerksamkeit, die der griechischen Antike gewidmet wird. Dabei haben sich gerade auf Naxos beeindruckende Spuren der byzantinischen Epoche erhalten:


Die bedeutsame byzantinische Festung von Apalírou konnte von den Venezianern erst nach langer, bitterer Belagerung eingenommen werden.

die byzantinische Kirche Ágios Geórgios Diasorítis
Ágios Geórgios Diasorítis ist eine der zahlreichen bedeutenden Kirchen der Tragaía, die mit eindrucksvollen Wandmalereien ausgeschmückt sind.


Aber auch einige Kirchen in abgelegenen, ländlichen Regionen der Insel sind mit aufwändigen Wandmalereien ausgestattet, so die kleine, eigentümliche Kirche des Ágios Panteleímonas in Lakkomérsina bei Apíranthos.


Die Wandmalereien dieser Kirche stammen aus dem 13. Jahrhundert. Man beachte die mit vielen sorgfältig ausgeführten Details geschmückten Gewänder.

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