8. Mai 2011: Bird race auf Naxos

Bei uns in der Familie hat das „Bird race“ eine sehr lange Tradition: Schon vor 25 Jahren haben mein Vater und ich zusammen mit meiner Schul- und Studienkameradin Astrid Poth jedes Jahr eine „Erste-Mai-Exkursion“, wie wir das damals nannten, durchgeführt, bei der wir versuchten, an einem Tag so viele Vögel wie möglich zu sehen. In Münster und Umgebung haben wir dabei meist etwas mehr oder etwas weniger als 100 Arten erreicht. In den letzten Jahren ist dieser Sport in ganz Deutschland in Mode gekommen und wird an vielen Orten von zahlreichen Teams durchgeführt, wobei immer noch Münster herausragt, weil es mit Abstand die meisten Teams stellt, von denen einige stets unter die besten fallen.

Ich bin zwar über die Ornithologie nach Naxos gekommen, nämlich über unsere Brutvogelkartierung in Jahr 1990, habe mich dann aber in meinen 15 Jahren auf der Insel kaum noch damit beschäftigt. Am letzten Sonntag haben mein Vater und ich dann aber kurzentschlossen das erste naxiotische Bird race durchgeführt, und das mit recht unvermutetem Erfolg, obwohl wir keineswegs fanatisch vorgegangen sind und schon recht früh aufgehört haben. Das Ergebnis waren jedenfalls 86 Arten, darunter einige richtig gute, und 5 neue Arten für mich, die wir übrigens alle ganz hervorragend gesehen haben (Rotkehlpieper, Doppelschnepfe, Rotflügel-Brachschwalbe, Moorente, Maskenschafstelze)!

Die Fotos sind von Winfried Scharlau, einige auch von mir. Fast alle stammen wirklich von unserer Exkursion, ein oder zwei auch von einer anderen Exkursion bei diesem Aufenthalt.


Begonnen haben wir den Tag mit einem Spaziergang in Azalás, der uns die meisten gewöhnlichen Brutvögel eingebracht hat sowie eine ganze Reihe von Durchzüglern wie hier das zur Zeit sehr häufige Braunkehlchen.


Auch Eleonorenfalken waren schon unterwegs.


ein weiterer sehenswerter Durchzügler: der Bienenfresser


Bei einem Stop bei Apíranthos hören, sehen und fotografieren wir die Weißbartgrasmücke.


Um Gänsegeier zu sehen fahren wir zum Pass bei Ágios Trífonas südlich von Filóti.


Danach ist die Flughafenlagune die wichtigste Station.


Hier gibt es zahlreiche Wasservögel wie den Seidenreiher.


An Limikolen sind Sichel- und Zwergstrandläufer am häufigsten.


Der Stelzenläufer brütet hier.


Die Maskenschafstelze Motacilla feldegg mit ihrer rein schwarzen Kappe ist erst kürzlich als Art abgetrennt worden (und ist somit eine neue Art für mich).


Vom Purpurreiher sehen wir nur ein Exemplar.


Seeregenpfeifer


zwei hübsche Steinwälzer


Die Braunen Sichler sind schon etwas ungewöhnlicher.


Eine ganze Reihe von Weißbartseeschwalben fliegt über der Lagune.


Diese Art kann sich schon sehen lassen: Doppelschnepfe!


Und die Rotflügel-Brachschwalbe!


Wie immer wurde es nachmittags schwieriger, als wir uns an einige noch fehlende Arten machen mussten. Etwas geziert hat sich das Schwarzkehlchen, das wir erst als eine der letzten Arten bekommen haben.

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