Delfi

Delfi – der Nabel der Welt. Eines der wichtigsten Heiligtümer der griechischen antiken Welt; wie das große Heiligtum auf Delos dem Gott Apollo geweiht. Seine Berühmtheit erlangte das Apollo-Heiligtum in Delfi vor allem durch seine Funktion als Orakel: über Jahrhunderte hinweg suchten die Griechen bei wichtigen Entscheidungen in Delfi Rat.


Der Apollo-Tempel liegt am Hang des Berges Parnass etwa 100 km von Athen, von hohen Steilwänden beschützend umrundet.


Auf dem Ausgrabungsgelände leben die wenig scheuen, hübschen Felsenkleiber, eine Vogelart, die gern in Ruinen lebt: Hier sitzt ein Exemplar auf einer antiken Säule.


Der Omfalos, Mittelpunkt der antiken griechischen Welt und Verbindungsachse zwischen Himmel, Erde und Unterwelt. Ursprünglich war der Stein im Apollo-Tempel aufgestellt; angeblich war er als Meteor vom Himmel gefallen. Der heute im Archäologischen Museum in Delfi ausgestellte Omphalos ist eine hellenistische oder römische Replik aus Marmor. Bemerkenswert ist die ungewöhnliche, einem Flechtwerk aus Wolle nachempfundene Skulpturierung des Steins.


Das Theater von Delfi, das für die bedeutenden poetischen und dramatischen Wettkämpfe bei den Pythischen Spielen genutzt wurde, liegt am Hang oberhalb des Apollo-Tempels. Es bot 5.000 Zuschauern Platz.


Im teilweise rekonstruierten Schatzhaus der Athener wurden die Weihegeschenke der Stadt Athen aufbewahrt. Einflussreiche Städte errichteten Schatzhäuser dieser Art in Delfi, um ihre Stärke zu demonstrieren. Das Athener Schatzhaus misst gut 6 x 9 m und wurde um 500 v. Chr. aus parischem Marmor errichtet.


Besonders bekannt war auch das Schatzhaus der Siphnier. Im Museum in Delfi sind die Überreste des mit Figuren verzierten Frieses ausgestellt. Hier ein Teil der im Nordfries dargestellten Gigantomachie (mythischer Kampf der Götter des Olymp gegen die Giganten, die die Macht an sich reißen wollten) mit dem von einem Löwen gezogenen Wagen der Göttermutter Kybele, weiter rechts sind Apollo und seine Zwillingsschwester Artemis abgebildet.


Der Wagenlenker ist eine der wenigen gut erhaltenen Bronzeskulpturen der griechischen Antike. Besonders beeindruckend die mit Glasfluss eingelegten Augen.

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