Die Große Mörtelgrabwespe

Die Große Mörtelgrabwespe (Sceliphron destillatorium) legt ihre Eier in aus feuchter Erde gefertigte Nester. Sie verwendet keine „Zusatzstoffe“ bei der Herstellung des Mörtels, weswegen die Nester nicht wasserbeständig sind, so dass die Wespe sie nur an regengeschützten Stellen anlegt, so unter den Dächern offener Gebäude, aber auch im Innern bewohnter Häuser. Jedes Nest besteht aus mehreren Kammern, die je ein Ei, und, als Nahrung für die Larve, mehrere Spinnen enthalten.

Diesen Sommer haben sich, wenn ich im Garten gegossen habe, stets eine ganze Reihe von Großen Mörtelgrabwespen eingefunden, um die feuchte Erde zu sammeln. Dabei formt die Wespe mit ihren Vorderbeinen einen kleinen Lehmball, den sie dann flugs davonträgt.


Die Große Mörtelgrabwespe sammelt feuchte Erde als Nestbaumaterial in unserem Garten – diesen Sommer haben sich stets mehrere Tiere versammelt, wenn ich meine Beete gegossen habe.


Hier sieht man die auffällig schwarz-gelb gefärbten langen Beine der Wespe sowie den überaus dünnen, gelben „Stiel“ zwischen Vorder- und Hinterkörper. Mit den Vorderbeinen kratzt die Wespe etwas feuchte Erde zusammen, die sie zu einem runden Ball formt.


Die Wespe ist ein ganzes Weilchen mit dem Formen des Balls beschäftigt.


Dann fliegt sie plötzlich weg – es war sehr schwer, ein Foto zu machen, bei dem man den Lehmball, den die Wespe trägt, sehen kann. Hier das beste Ergebnis.


Die Mörtelgrabwespen kleben ihre Lehmnester gern an Türrahmen oder unter die Decken von offenen Gebäuden. Es ist mir nicht gelungen, ein Foto der Wespe am Lehmnest zu machen, weil sie dort immer nur so kurz beschäftigt war.


Hier sieht man, dass das Nest je aus kleinen Lehm-Portionen zusammengeklebt ist.


Und hier ein Blick in das geöffnete Nest. Man die aufgeplatzten Puppen mit den noch nicht fertig entwickelten Tieren darin. In der obersten Kammer, in der sich keine Larve entwickelt hat, sieht man die als Nahrung für die Larve hineingelegte Spinne.

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